Im Frankfurter Bahnhofsviertel ist es am späten Dienstagnachmittag zu einem Schusswaffengebrauch gekommen. Das teilte die Polizei auf Anfrage mit. Die genauen Umstände der Tat sind noch unklar, die Tat soll sich aber im Zusammenhang mit einer Personenkontrolle ereignet haben. Berichten zufolge hatte ein Mann am Kaisertor offenbar unvermittelt einen Polizisten mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und auf ihn eingestochen. Daraufhin habe ein anderer Beamter Schüsse auf den Angreifer abgegeben. Sowohl der Polizist als auch der Angreifer sollen verletzt worden sein. Die Polizei sperrte den Tatort ab, Beamte sichern nun Spuren am Ort des Geschehens.Ein Polizeisprecher sagte, es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Er machte deutlich, dass die Schüsse von der Polizei und nicht von dem Angreifer abgegeben wurden. Über den Gesundheitszustand des Polizisten sowie des Angreifers konnte der Sprecher auf Anfrage zunächst keine Angaben machen. Dem Vernehmen nach wurden beide Personen in ein Krankenhaus gebracht.Der Angriff ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als sich noch viele Passanten im Bahnhofsviertel aufhielten. Das Kaisertor befindet sich direkt gegenüber dem Frankfurter Hauptbahnhof. Dort fahren auch mehrere Straßenbahnlinien. Der Schienenverkehr wurde vorübergehend eingestellt. Die weiteren Ermittlungen wird nun das Hessische Landeskriminalamt übernehmen, wie es bei Schussabgaben durch Polizisten üblich ist. Vor allem wird ein Verfahren gegen den Angreifer eingeleitet. Über den Mann ist bisher nichts bekannt. Das Frankfurter Bahnhofsviertel zählt zu den am besten überwachten Viertel in der Stadt; der Angriff auf den Polizisten sowie das weitere Geschehen dürfte von einer der zahlreichen Videokameras aufgezeichnet worden sein.