Die Jugendorganisation des Bündnis Sahra Wagenknecht (JSW) hat auf ihrem 2. Bundeskongress am 14. Juni in Magdeburg mehrere grundlegende politische Beschlüsse gefasst und ihren Bundesvorstand neu gewählt. Dabei wurde Anastasia Wirsing (22) in ihrem Amt als Bundesvorsitzende bestätigt. Die rund 200 Delegierten verabschiedeten Positionen, die in Teilen deutlich über das Programm der Mutterpartei hinausgehen und weitreichende Umwälzungen in der Außen- und Sicherheitspolitik fordern. Die vollständigen Beschlusstexte liegen dieser Redaktion vor.
Forderung nach Nato-Austritt
Das JSW spricht sich klar gegen die Wehrpflicht aus und fordert einen sofortigen Austritt Deutschlands aus der Nato. Die US-Truppen müssten vollständig aus Deutschland abgezogen werden, so die Jugendorganisation. Zur Begründung heißt es in dem Beschluss, Deutschland solle sich als neutraler Vermittlerstaat positionieren und völkerrechtswidrige Aktivitäten von deutschem Boden aus – wie etwa von der US Air Base Ramstein – nicht länger dulden.
Ebenfalls beschlossen wurde eine Resolution zur Ablehnung des Zionismus. Die Ideologie wird darin als „ethnonationalistisch“ bezeichnet und mit Kolonialisierung, Vertreibung und Gewalt in Verbindung gebracht. Auf Instagram veröffentlichte der Jugendverband dazu ein Bild der israelischen Staatsgründung mit blutenden Buchstaben: „Der Zionismus“. Kritiker warfen dem Jugendverband daraufhin eine antisemitische Entgleisung vor. Der Beitrag wurde gelöscht.







