Die vorsichtige Annäherung zwischen Washington und Moskau nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin im vergangenen August in Anchorage steht offenbar vor dem Aus. Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow klargemacht, dass Russland nicht mehr auf die Umsetzung der damals erzielten Verständigungen setzt. Nun wird am Roten Platz, so die Maximalforderung, wieder auf einen vollumfänglichen Sieg im Krieg gegen die Ukraine gesetzt.

„Wir erwarten nicht die Umsetzung dieser Verständigungen oder Vereinbarungen. Wir erwarten den Sieg. Wir erwarten die Verwirklichung unserer eigenen Ziele“, sagte Uschakow in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen. Die Aussage des mächtigen Putin-Beraters dürfte als Höhepunkt eines in den vergangenen Monaten sich abzeichnenden Kurswechsels gegenüber früheren Signalen aus Moskau gewertet werden, wonach die sogenannten Alaska-Vereinbarungen zumindest als Grundlage für weitere Gespräche dienen könnten.

Noch vor wenigen Monaten hatte Außenminister Sergej Lawrow erklärt, die Umsetzung der in Anchorage besprochenen Schritte könne ein erster Baustein auf dem Weg zu einer Beendigung des Krieges sein. Nun klingt es aus dem Kreml deutlich anders.