Lackierung in Gelb und Schwarz, Mercedes-Stern. Bus 1823 sieht aus wie viele andere Fahrzeuge der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Doch etwas ist anders. Wer genau hinschaut, entdeckt das Mobiltelefon, das mit einem Saugnapf innen an der Frontscheibe befestigt worden ist.
Ganz normale Handys sind die Hauptwerkzeuge bei dem Pilotprojekt zur Baustellenüberwachung, das der Senat, das Institut Fraunhofer Fokus (Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme) und die BVG am Dienstag in Berlin vorgestellt haben. Telefone und Busse könnten aber auch noch einem anderen Zweck dienen: um festzustellen, ob Parkgebühren bezahlt wurden – oder nicht.
„Dieses Projekt wird nicht nur Berlin bewegen. Es wird weit über die Stadt hinaus wirken“, sagt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Denn auch anderswo gibt es auf den Straßen immer mehr Baustellen. Und die Fragen: Sind die Baustellen genehmigt? Halten die Bauunternehmen die Anordnungen ein? Mit der neuen App lässt sich das leicht kontrollieren.
Immer mehr Baustellen: Warum sich Kontrollen ändern
Bonde ist an diesem Dienstag zum ehemaligen Luftfrachtbereich des Flughafens Tegel gekommen. An der künftigen Urban Tech Republic, die sich zwischen Bauzäunen und Abrissbereichen nur erahnen lässt, beginnt am Mittag die Testfahrt mit dem Elektrobus 1823.






