PfadnavigationHomeRegionalesHamburg18. AuflageHochmoderne Klassiker begeistern beim Theater FestivalStand: 16:07 UhrLesedauer: 2 MinutenSzene aus „Romeo und Julia“Quelle: Birgit HupfeldDas privat finanzierte Hamburger Theater Festival zeigte bis zum Wochenende acht starke Stücke großer deutschsprachiger Bühnen in der Hansestadt. Die erwiesen sich als Publikumsmagnete.Mit dem Stuttgarter Gastspiel „Die Ermittlung“ von Peter Weiss, einem eindrucksvollen Dokumentartheaterstück zu den Frankfurter Auschwitzprozessen, endete am Wochenende das 18. Hamburger Theater Festival. Zuvor zeigte das Festival acht Gastspiele großer deutschsprachiger auf den Bühnen des Schauspielhauses, des Thalia Theaters, des St. Pauli Theaters und erstmalig in der Bucerius Law School jeweils in zwei Aufführungen.Stars und wichtige Stücke zu Gast in HamburgIntendant Nikolaus Besch wählt seit Jahren treffsicher wichtige Inszenierungen und großes Schauspielertheater für das Hamburger Theater Festival aus. Diesmal kamen unter anderem aus Wien, München und Berlin Stars wie Jens Harzer, der das Publikum mit Oscar Wildes „De profundis“ begeisterte und Joachim Meyerhoff in „Der Fall McNeal“ in einer Produktion des Wiener Burgtheaters. Eine unglaubliche schauspielerische Leistung boten Stefanie Reinsperger als Fleischfabrikant Mauler und Kathleen Morgeneyer als Johanna Dark in Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ in der Regie von Dušan David Pařízek in einer Produktion des Berliner Ensembles. Hochmoderne Klassiker André Kaczmarczyk verkörperte „Richard III.“ teuflisch verspielt, in einem bis auf die beiden zu Tode kommenden Prinzen rein weiblichen Ensemble, darunter auch Judith Rosmair, ehemals im Ensemble des Thalia Theater zu Hamburg. In der Inszenierung des Düsseldorfer Schauspielhauses von Evgeny Titov bekam das Publikum einen zeitgemäß skrupellosen Verbrecher zu Gesicht, der aus einem Bunker wie aus einem Leitstand heraus alles und jeden vernichtet, der ihm in den Weg kommen könnte.Ebenfalls sensationell: „Romeo und Julia“ in einer toll erzählten Fassung der Regisseurin Elsa-Sophie Jach in einem genialen Bühnenbild mit Multifunktionselementen von Marlene Lockemann und einer unglaublich starken Julia, gespielt von Lea Ruckpaul, bei der Vincent zur Linden als Romeo ordentlich gefordert war.Auslastung von knapp 90 ProzentBereits zum Auftakt des Festivals gelang mit „Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin in einer Fassung von Kirill Serebrennikov ein Coup. Das Stück war eine Koproduktion des Düsseldorfer Schauspielhauses mit den Salzburger Festspielen. Die Auslastung der Theatervorstellungen betrug in diesem Jahr knapp 90 Prozent, das entspricht rund 12.700 Zuschauern. Der Umsatz des privat durch Sponsoren und Einnahmen aus Kartenverkäufen finanzierte Festivals lag in diesem Jahr bei 1,4 Millionen Euro.Schirmherr des Festivals war erneut Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Intendant Besch hat bereits mit der Planung des Festivals für das Frühjahr 2027 begonnen.
18. Auflage: Hochmoderne Klassiker begeistern beim Theater Festival - WELT
Das privat finanzierte Hamburger Theater Festival zeigte bis zum Wochenende acht starke Stücke großer deutschsprachiger Bühnen in der Hansestadt. Die erwiesen sich als Publikumsmagnete.






