Nicht mehr lange bis zu den Sommerferien, in den ersten Bundesländern – Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland – geht es in einer Woche los. Aber auf die Frage, wo sie im Urlaub hinfahren, antworten viele Menschen: Urlaub, wovon denn?Das trifft für rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland zu: 21 Prozent können sich nach eigenen Angaben keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Besonders häufig sagen das Alleinstehende und Alleinerziehende. Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt sind mit 28 Prozent der Bevölkerung deutlich mehr Menschen betroffen, die sich keinen einwöchigen Urlaub leisten können.

»Ob genügend Geld für einen Urlaub da ist, hängt erwartungsgemäß stark vom Einkommen ab«, erklärt das Statistikamt. Beim einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung mit einem Einkommen von rund 1600 Euro im Monat gab fast die Hälfte (48 Prozent) an, sie könne sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. Beim nächsten Fünftel mit einem Einkommen bis 2100 Euro waren es 28 Prozent.Beim Einkommen verwenden die Statistiker das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen, ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, um die Einkommenssituation von Menschen in unterschiedlichen Haushaltszusammensetzungen vergleichbar zu machen. Ein Nettoäquivalenzeinkommen von 1600 Euro entspricht bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 2400 Euro, bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren rund 2900 Euro pro Monat. Kinder sind in dieser Statistik auch 18- bis 24-Jährige, sofern sie ökonomisch abhängig sind.