Deutschland schrumpft. Die Zahl der Einwohner ist im vergangenen Jahr leicht gesunken auf 83,5 Millionen Menschen. Schon seit dem Jahr 1972 übersteigt die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten insgesamt, wurde bisher aber durch Einwanderung ausgeglichen. Die demographischen Folgen werden die Spannungen auf den Immobilienmärkten aber kaum entschärfen, sondern eher verstärken.Aktuell wird nach einer Studie im ländlichen Raum zu viel gebaut, in der Stadt aber weiter zu wenig. Wenn auch weniger Menschen insgesamt in Deutschland leben, bleibt es in der Großstadt eng. So wuchs die Einwohnerzahl in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, während der Rückgang am stärksten in Thüringen, in Sachsen-Anhalt und im Saarland war.Diese Tendenz wird in den nächsten Jahren so bleiben. Nach den Prognosen wachsen vor allem wirtschaftsstarke Großstädte und ihr Umland. In strukturschwachen Regionen sinkt auch mit Homeoffice die Einwohnerzahl, und der Leerstand steigt, was auch Ruhrgebietsstädten zusetzt.Wer ein Haus oder eine Wohnung abseits der belebten Regionen kaufen will, kann mit geringeren Preisen als in der Großstadt rechnen, aber kaum mit einem Wertzuwachs in den nächsten Jahrzehnten. Vermieter sollten auf den Zuzug oder Wegzug in der Gegend achten, um abzusehen, wie zukunftssicher ihr Geschäft ist. Die Kluft zwischen Stadt und Land wird weiterwachsen und damit auch die Preisunterschiede.
Deutscher Wohnungsmarkt: Warum die Kluft wächst
Die Bevölkerung geht zurück, doch die Wohnungsnot bleibt. Die Kluft zwischen Stadt und Land hat Folgen für die Immobilienpreise.







