Falls mal kein WM-Spiel läuft: taz FUTURZWEI empfiehlt Fußballserien über die Geschichte von 1860 München, Mesut Özil und die des Fußballs der Frauen.

taz FUTURZWEI | Eines ist amüsant an all den Fußballdokumentationsserien über Topvereine und Superstars, die seit etwa acht Jahren auf vielen Streamingdiensten laufen: zu sehen, wie viel Mühe sich die Cristiano Ronaldos, Manchester Citys und Juventus Turins geben, interessant zu sein. Sie hätten halt auch gern richtig was über sich zu erzählen. Geschichten vom liebenswerten Underdog, der gegen alle Widerstände gewinnt.

Das Schöne am Fußball ist allerdings, dass sie in dieser Hinsicht chancenlos sind gegen die Kleinen. Du kannst einfach nicht David sein, wenn du in der Liga der Goliaths spielst. Wer für seine Pokale ein Museum braucht, dessen Geschichte könnte selbst Sophokles nicht zur sportlichen Tragödie aufpimpen. Die besten Fußballerzählungen handeln immer von denen, die überraschend nach oben kommen. Oder die auf bittere, manchmal bemerkenswert dämliche Art abschmieren. Und so kann hiermit zum bisherigen Meister aller Fußballserien gekrönt werden: eine Serie des Bayerischen Rundfunks über den TSV 1860 München.

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