PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLandtagswahlWagenknecht will Überraschungs-Ministerpräsident für Sachsen-AnhaltStand: 10:21 UhrLesedauer: 2 MinutenBSW-Parteigründerin Sahra WagenknechtQuelle: Peter Gercke/dpaBSW-Gründerin Sahra Wagenknecht stellt die Koalitionslogik in Sachsen-Anhalt auf den Kopf. Sie wirbt für einen „überparteilichen Ministerpräsidenten“. Zudem fordert sie, die AfD nicht auszugrenzen.BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht möchte Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) durch eine überparteiliche, namentlich nicht benannte Person ablösen. Zu ihren Anforderungen sagte sie der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“: „Der Regierungschef sollte Erfahrung aus der Leitung größerer Organisationen mitbringen, dazu muss man keine Parteikarriere haben. Diejenigen, die sich im Machtgerangel etablierter Parteien durchsetzen, sind oft nicht die Geeignetsten.“Auf die Frage, warum sie den Namen ihres Wunschkandidaten nicht nenne, sagte Wagenknecht: „Ich sage, welche politischen Inhalte ein von uns unterstützter Kandidat vertreten muss. Bei den anderen Parteien kann man in der Regel vor der Wahl nicht wissen, was sie nach der Wahl wirklich machen.“Lesen Sie auchWagenknecht warb dafür, die AfD in die nächste Landesregierung einzubinden. „Eine 40-Prozent-Partei kann man nicht einfach ausgrenzen. Ich war auch nie dafür, der AfD Ausschussvorsitze oder Ähnliches zu verweigern, wenn sie aufgrund ihrer Stärke ein Anrecht darauf hat“, sagte Wagenknecht. „Sollte unser Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten keine Unterstützung finden, werden wir uns enthalten, auch wenn das zu einer AfD-Minderheitsregierung führt.“Sachsen-Anhalts Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hatte vor einigen Wochen darauf verwiesen, dass er sich bei der kommenden Landtagswahl auch bei unklaren Mehrheitsverhältnissen zur Wahl zum Ministerpräsidenten stellen würde. Spekulationen über mögliche Koalitions- oder Mehrheitsmodelle nach der Wahl wollte er nicht führen. In aktuellen Umfragen liegt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit weitem Abstand auf Platz eins. Das Umfrageinstitut Insa sah die Partei Anfang des Monats bei 42 Prozent, die CDU bei 24 Prozent. Das BSW kam auf 4 Prozent.lay mit dpa
Landtagswahl: Wagenknecht will Überraschungs-Ministerpräsident für Sachsen-Anhalt - WELT
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht stellt die Koalitionslogik in Sachsen-Anhalt auf den Kopf. Sie wirbt für einen „überparteilichen Ministerpräsidenten“. Zudem fordert sie, die AfD nicht auszugrenzen.








