Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas haben zugesagt, die Vorschläge der Rentenkommission vollständig umzusetzen. Gegenwind kommt schon aus diversen Richtungen. „Wir sehen einen heißen Rentensommer auf uns zukommen“, warnte der Sozialverband VdK.„Wir können es uns nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzuberufen. Die einzelnen Maßnahmen greifen ineinander und balancieren sich aus“, sagte der Kanzler am Dienstag bei der Entgegennahme der Vorschläge der Rentenkommission. „Sie bilden ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert.“ Man wolle mit dieser grundsätzlichen Reform perspektivisch erreichen, dass das Rentenniveau steigt und die Beiträge sinken.Merz und Bas betonten die Bedeutung der Einführung einer verpflichtenden Kapitalrente. Die jüngere Generation werde damit später eine höhere Rente haben als die Rentner heute, sagte die SPD-Co-Vorsitzende Bas. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass die Kommission ihre Vorschläge einstimmig vorgelegt habe. Kanzler und Arbeitsministerin unterstrichen zudem, dass die gesetzliche Rente als erster Pfeiler der Altersvorsorge entscheidend bleibe. Warnungen vor Zerpflücken von Einzelvorschlägen Der CDU/CSU-Parlamentsgeschäftsführer Hendrik Hoppenstedt warnte die Koalitionäre denn auch davor, einzelne Vorschläge zu zerpflücken. Die Kommission habe einen Gesamtvorschlag unterbreitet, den alle ihre Mitglieder mittrügen, sagte der Christdemokrat der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Nicht jeder Vorschlag wird bei uns oder der SPD auf Gegenliebe stoßen. Aber wir alle wissen, dass das Aufschnüren einzelner Punkte automatisch Forderungen der Gegenseite nach sich ziehen und dann von dem großen Wurf nicht viel übrig bleiben wird“, erklärte er. Doch die Koalition müsse jetzt liefern.Auch die Chefin des SPD-Arbeitnehmerflügels, Cansel Kiziltepe, sagte: „Die Vorschläge dürfen jetzt nicht zerpflückt werden aus Angst vor Zumutungen für die, die vom jetzigen System profitieren.“ Doch äußerte sie selbst Kritik: Sie hätte sich eine „echte Erwerbstätigenversicherung mit Einbeziehung aller arbeitenden Menschen“ gewünscht. „Statt das Eintrittsalter hoch- und das Rentenniveau herunterzuschrauben, müssen wir das bewährte Umlagesystem auf ein starkes Fundament stellen.“Die SPD-Vertreterin in der Rentenkommission, Annika Klose, wies Kritik an der vorgeschlagenen Anhebung des Renteneintrittsalters zurück. „Die meisten jüngeren Menschen haben das Gefühl, dass die Rente für sie möglicherweise später nicht reichen könnte.“ Das Konzept sehe vor, dass man zwar „ein bisschen mehr zahlen muss, am Ende aber auch eine bessere Leistung bei ‘rauskommt“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Reuters/dpa/)
Merz und Bas äußern sich: Bundesregierung will alle Vorschläge der Rentenkommission umsetzen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zugesagt, dass die Bundesregierung die Empfehlungen der Rentenkommission für eine Reform der Altersversorgung vollständig umsetzt.
Berlin implementiert alle Rentenkommissions-Vorschläge: Kapitalrente und erhöhtes Renteneintrittsalter. Für Tech-Manager: Deutschlands Rentenreform signalisiert EU-Stabilität und könnte Talentakquisition, Personalkosten und Investment-Umfeld deutscher Tech-Firmen beeinflussen.












