Starbucks in Südkorea: Nachhilfe in Demokratie
Mit einer makabren Werbekampagne diffamierte Starbucks Koreas Demokratiebewegung. Dafür musste nun das ganze Personal zur Geschichtsschulung.
Aushang an einer Starbucks-Filiale in Südkorea, der am Montag über die vorzeitige Schließung informiert
Fabian Kretschmer/dpa
Kurz vor 15 Uhr fordern die Mitarbeitenden des Starbucks im Zentrum von Seoul zum Verlassen des Cafés auf. Viele KundInnen, die zuvor noch bei eiskaltem Americano am Laptop gearbeitet haben, kommen der Aufforderung ohne Widerrede nach. Sie wussten schließlich längst aus den Medien, was hier gerade vor sich geht: Erstmals in der Unternehmensgeschichte schließt die Kaffeehauskette sämtliche ihrer über 2.100 Filialen im Land. Die Angestellten müssen an diesem Nachmittag virtuellen Geschichtsunterricht nehmen.











