1. Rowdys auf Rädern?Bei solchen Meldungen stockt Eltern der Atem: »Ein Lastwagenfahrer hat am Montag beim Abbiegen einen achtjährigen Jungen auf seinem Fahrrad übersehen und angefahren«, ist im Newsticker zu lesen. Leider werden in Deutschland jedes Jahr fast 100.000 Radfahrer bei Unfällen verletzt, wie mein Kollege Lukas Kissel berichtet. Es gibt demnach auch mehr Todesopfer.
»Während EU-weit zwischen 2014 und 2024 jedes Jahr durchschnittlich 0,5 Prozent weniger Radfahrer getötet wurden, stiegen die Zahlen in Deutschland jährlich im Schnitt um 1,5 Prozent«, schreibt Lukas. Aber woran liegt das? Es könnte damit zu tun haben, dass die Menschen mehr Rad fahren. Ansonsten fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus, je nachdem, wen man fragt. Das Statistische Bundesamt erklärte die steigenden Zahlen mit der wachsenden Zahl an Senioren, die auf dem E-Bike verunglückten. Die Fahrradlobby macht eher schlechte Radwege für die Unfälle verantwortlich.»Doch das ist offenbar nicht alles«, schreibt Lukas. »Studien zeigen, dass viele Radfahrer selbst an ihren Unfällen schuld sind.« Mehrere Untersuchungen aus den vergangenen Jahren formen das Bild des Rüpel-Radlers, der rote Ampeln höchstens als freundliche Ratgeber sieht. Und der lieber aufs Handy schaut als auf die Straße. Gefährlicher ist’s allerdings, wenn Autofahrer sich so verhalten.










