PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFestivalsommerEin neues Rockfestival für Hamburg – und das Elbjazz ist zurück Stand: 16:35 UhrLesedauer: 4 MinutenSonnenuntergang über dem Elbjazz FestivalQuelle: Bertold FabriciusDie Open-Air-Saison der Festivals in Hamburg währt nur von Juli bis August: Neben dem MS Dockville und Elbjazz auf dem Werftgelände von Blohm & Voss lockt auch das neue Amplifire-Rockfestival an der Elbe.Hamburg bekommt im August ein neues Rockmusik-Festival. Auf dem Gelände des MS Dockville in Wilhelmsburg veranstaltet KJ Projects, die gemeinsame Firma von Björn Hansen und der Karsten Jahnke Konzertdirektion, am 7. und 8. August erstmals das Amplifire.Wie stark die Verstärker dabei aufgedreht werden, lässt sich in etwa von den auftretenden Bands ableiten. Zu den bekanntesten Künstlern zählt die Punkrock-Gruppe Bad Religion, die beim Amplifire in diesem Jahr einen exklusiven Deutschland-Auftritt hinlegt. Die Band, die den melodischen Punkrock prägte, setzt sich seit ihrer Gründung 1980 im Kern aus Lead-Sänger Greg Graffin, dem Lead-Gitarristen Brett Grusewitz und Jay Bentley am Bass zusammen, die als 15-Jährige gemeinsam anfingen und bis heute Album um Album herausbringen.Ein weiterer Headliner ist die Band Biffy Clyro aus Glasgow, die es immerhin auf 31 Jahre bringt. Der Titel ihres Albums „Futique“ mit visionären Songs gibt auch ihrer Tour den Namen, der damit zum Boutique-Festival auf der Elbinsel passt. Das Festival soll laut Leiter Thomas Harsman „mit exklusiven Deutschland-Auftritten, Album Shows und Reunions“ besondere Momente kreieren. Trotz der namhaften Bands, so Harsman, „kuratieren wir das Festival nicht als Generalist, sondern als Ankerpunkt für Fans von Gitarrenmusik zwischen Alternative Rock, Post-Hardcore und Punkrock“.Tom Odell, Berq und viele andere beim MS DockvilleDas Amplifire ist seit Corona geplant, doch erst mit dem Zusammenschluss von KJ Projects mit Kopf & Steine, dem Veranstalter des MS Dockville, wurden die Pläne Anfang 2023 konkret. Das MS Dockville findet am Wochenende nach dem Amplifire an seinem angestammten Ort statt, ebenfalls zweitägig am Freitag und Samstag. Tagestickets sind vom 24. Juni an erhältlich. Das Festival, vorwiegend von der jüngeren Generation frequentiert, bietet Indie, Pop, Rap und Electro, lädt nicht nur zum Hören, sondern auch zum Tanzen und Feiern ein. Zu den mehr als 100 Acts zählen der britische Singer-Songwriter Tom Odell, der Indie-Pop-Künstler Berq und Von wegen Lisbeth aus Berlin. Ebenfalls aus der Hauptstadt kommt Mariybu mit ihrem brutalistischen Hyperpop.Bereits im Juli ist nach einer Auszeit 2025 ein Klassiker zurück: Das Elbjazz findet am ersten Wochenende der Hamburger Schulferien statt, genauer: am Freitag, dem 10. und Samstag, dem 11. Juli. Das Bühnenprogramm auf dem Werftgelände von Blohm & Voss erinnert an alle Tugenden, die das Jazzfestival im Laufe seiner Geschichte erworben hat. Die aktuelle Ausgabe bietet neben Tom Jones (Samstag) und Jamie Cullum (Freitag) vor der Kulisse des Hamburger Hafens viele Konzerte.Elbphilharmonie-Konzerte beim ElbjazzZwei Elbphilharmonie-Abende stehen im Rahmen des Elbjazz auf dem Programm, wobei der Auftritt der britischen Soul-Pop-Sängerin Joss Stone am Freitag bereits ausverkauft ist, für das Konzert des virtuosen kanadischen Jazz- und Poppianisten Chilly Gonzales am Samstag gibt es eventuell noch Restkarten. Für das Event auf dem Werftgelände gibt es sowohl Festivaltickets für beide Tage ab 159 Euro als auch Tagestickets für Freitag (Stehplatz für 109 Euro) oder Samstag (ab 119 Euro).Zu den etablierten Künstlern zählt am Samstag das Jazz-, Rock- und Funkkollektiv Snarky Puppy, das seit mehr als 20 Jahren spannungsreiche Stücke komponiert, die am besten live genossen werden. Am gleichen Tag spielen Gogo Penguin aus Manchester ihre etwas flockigeren Werke zum entspannt Zurücklehnen und Genießen. Ein Geheimtipp aus Mississippi ist der 27-jährige Bluesgitarrist und Sänger Christone „Kingfish“ Ingram, der seinen Durchbruch mit seinem ersten Album 2019 feierte, nachdem er zuvor bei großen amerikanischen Festivals auftrat.Jazzhall Summerfestival an der AlsterJazz-Sängerin China Moses, die in Paris lebende Tochter von Dee Dee Bridgewater, die seit 2009 regelmäßig in Hamburg auftritt, wird an beiden Festivaltagen auf dem Elbjazz singen und dabei am Freitag mit der Bigband der Hochschule für Musik und Theater zusammen auf der Bühne stehen, am Samstag singt sie gemeinsam mit José James aus Brooklyn. Ein besonderer Höhepunkt am Freitag wird das gemeinsame Konzert der NDR Bigband unter der Leitung von Nikki Iles mit dem Pianisten John Beasley, die ein Programm in Erinnerung an und zum 100. Geburtstag des legendären Jazz-Trompeters Miles Davis (1926–1991) spielen werden.Zum Vorglühen für das Elbjazz wiederum bietet sich das Jazzhall Summerfestival in der und Open Air vor der Musikhochschule an, das wie in den vergangenen Jahren vom 28. Juni bis zum 4. Juli ein buntes Programm mit Beiträgen von renommierten Jazzgrößen und vom Nachwuchs aus der Hochschule zusammengestellt hat.