Alan Greenspan, von 1987 bis 2006 an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), ist am Montag im Alter von 100 Jahren gestorben. Wenn ein so einflussreicher Mensch des öffentlichen Lebens verstirbt, stellt sich für die Nachwelt die Frage, was von ihm bleibt. Schon wegen seines biblischen Alters und seiner langen Amtszeit gibt es viele erinnerungswürdige Anekdoten und Leistungen über den 1926 in New York geborenen Wirtschaftswissenschaftler. Aber man tritt Greenspan posthum wohl nicht zu nahe, wenn man eine Charaktereigenschaft herausgreift, die ihn auch jenseits der spröden Zentralbankwelt unsterblich gemacht haben dürfte: Die Rede ist von seiner Art zu reden.