Ein erneuter Skandal um den Gründer und Milliardär Richard White (71) erschüttert das australische Techunternehmen WiseTech. Die australische Bundespolizei hat offenbar eine formelle Ermittlung gegen White eingeleitet, der aktuell als Executive Chairman fungiert. White wird vorgeworfen, die Einwanderungssituation einer Frau, einer früheren Reinigungskraft des Unternehmens, finanziell und sexuell ausgenutzt sowie bei einem Visumsantrag falsche Angaben gemacht. In dem Fall ermittelt die Spezialabteilung für Menschenhandel.An der Börse stürzte die Aktie von WiseTech nach Bekanntwerden um mehr als 18 Prozent ab. Die Ermittlungen sind ein weiterer Tiefpunkt in der zuletzt schweren Geschichte des Unternehmens, das seit Jahresbeginn nun mehr als die Hälfte seines Werts verloren hat. WiseTech, lange eine der erfolgreichsten australischen Techfirmen, ist aktuell nur noch umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro wert. Der massive Kurseinbruch erklärt sich auch, weil es nicht der erste Skandal um Richard White ist. Er hatte das Unternehmen 1994 zusammen mit Maree Isaacs gegründet und wurde als „wahrer Gigant der australischen Technologiebranche“ verehrt. Mithilfe der cloudbasierten Plattform CargoWise können Unternehmenskunden Logistikprozesse und Lieferketten verwalten. White stand drei Jahrzehnte lang als CEO an der Spitze der Firma, musste aber im Herbst 2024 nach Vorwürfen über sexuelles Fehlverhalten mit sofortiger Wirkung zurücktreten. Damals hatten die Enthüllungen sowohl den Ruf von White als auch den Aktienkurs des Unternehmens schwer beschädigt.
WiseTech: Ermittlungen gegen Gründer lassen Aktie abstürzen
Vor knapp zwei Jahren musste der Milliardär Richard White als CEO der australisichen Techfirma zurücktreten. Jetzt ermittelt die australische Bundespolizei wegen angeblich sexueller Ausnutzung einer Angestellten.










