Glaubt man den Technikoptimisten, dann stehen sogenannte KI-Agenten, also künstliche Intelligenz, die eigenständig handelt und Entscheidungen trifft, kurz vor dem Durchbruch. Sie sollen künftig unsere Urlaube buchen, für uns einkaufen und sogar komplette Unternehmen führen. In der Praxis stehen der Vision aber noch einige Hürden im Weg, denn derzeit arbeitet selbst die beste agentische KI noch unzuverlässig bis unvorhersehbar – mit teils fatalen Folgen.Anzeige
Forscher der Princeton University in New Jersey wollten herausfinden, wie KI-Agenten auf Basis verschiedener großer Sprachmodelle ein fiktives Startup als CEO leiten würden. Die Modelle bekamen ein Startkapital von einer Million US-Dollar zur Verfügung und sollten über einen simulierten Zeitraum von 500 Tagen unter realistischen Bedingungen ein rentables Geschäftsmodell aufbauen und dabei eigenständig Entscheidungen in Bereichen wie Preisgestaltung, Marketing und Produktentwicklung treffen. Die Studie ist kürzlich unter dem Namen CEO-Bench als Preprint-Paper erschienen.
Kann ein KI-Agent die Rolle eines CEOs übernehmen?
Wie die Forscher schreiben, seien KI-Agenten zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage, einzelne Aufgaben zu meistern, etwa das selbstständige Programmieren einer Anwendung oder die Buchung eines Hotels. Sie würden sich für „isolierte Aufgaben mit kurzfristigem Zeithorizont“ eignen. Wo sie dagegen noch Probleme haben, ist bei langfristigen Zielen, in denen verschiedene Unsicherheitsfaktoren auftauchen. Hier trumpfen derzeit noch Menschen mit ihrer „Führungsintelligenz“, wie es die Forscher nennen.Anzeige







