Viele Berufstätige in Deutschland können sich einen Job im Ausland vorstellen. Das ergab eine Umfrage des Instituts Appinio im Auftrag der Jobseite Indeed. Demnach liebäugeln zwei Drittel der Arbeitnehmer mit der Möglichkeit, auch im Ausland tätig zu werden. Ein Drittel hat bereits konkrete Erkundigungen eingeholt. Gefragteste Zielländer sind die USA, Großbritannien und die Schweiz – wobei das Interesse an den USA zuletzt rückläufig gewesen sei.»Wenn jedoch zwei Drittel der Beschäftigten mit dem Weggang liebäugeln, sollte das auch als Zeichen für Unzufriedenheit mit den heimischen Standortbedingungen verstanden werden«, sagte Indeed-Ökonomin Virginia Sondergeld. Grundsätzlich sei internationale Mobilität aber begrüßenswert. »Politik und Arbeitgeber sollten diese Signale ernst nehmen: Im Dialog mit den Beschäftigten gilt es, Anreize für die Arbeit in Deutschland neu zu setzen, Arbeitsbedingungen zu verbessern und Talenten so echte Gründe zum Bleiben zu bieten«, betonte Sondergeld.Besonders ausgeprägt sei die Lust aufs Ausland bei bei Gutverdienern. Etwa die Hälfte aus der Gruppe derer mit einem Haushaltseinkommen von mehr als 6000 Euro netto habe sich bereits aktiv im Ausland beworben oder sondiere den ausländischen Stellenmarkt. Allerdings: Die große Mehrheit möchte nicht für immer im Ausland bleiben – die Spannbreite der Wünsche reicht von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren.