PfadnavigationHomeSportFußballWMGegen einen IranerNeue Regel angewandt – erstmals Zeitstrafe bei einem WM-SpielVon Matthias MarburgStand: 09:59 UhrLesedauer: 2 MinutenBelgien verpasst im zweiten Gruppenspiel den erhofften Befreiungsschlag. De Bruyne, Lukaku und Co. können Irans Torhüter trotz zahlreicher Großchancen nicht überwinden.Im TV wird die Szene zunächst gar nicht wahrgenommen, aber im Spiel des Iran gegen Belgien greift erstmals eine neue Fifa-Regel. Diese bestraft bewusste Langsamkeit.Es lief die 85. Minute beim Spiel der Fußball-WM zwischen Belgien und dem Iran (0:0), als in Los Angeles ein kleines Stück Fußballgeschichte geschrieben wurde. Aber so richtig bekam es keiner mit. Was war passiert? Irans Trainer Amir Ghalenoei wollte seiner Mannschaft noch einmal frische Impulse geben, und wechselte Mittelfeldspieler Amirhossein Hosseinzadeh ein. Dafür holte er Saeid Ezatolahi vom Feld. Der ging aufreizend langsam in Richtung Auslinie. Zu langsam für die neuen Fifa-Regeln.Denn die besagen Folgendes: Sobald der vierte Offizielle die Tafel mit den Rückennummern anhebt, hat der ausgewechselte Spieler maximal 10 Sekunden Zeit, um das Spielfeld an der nächsten Begrenzungslinie zu verlassen.Ezatolahi brauchte aber 16 Sekunden, um vom Feld zu traben. Was in diesem Fall passiert, ist ebenfalls in den Regularien festgelegt: Wird das 10-Sekunden-Limit überschritten, greift eine sofortige Strafe für das Team. Der eingewechselte Spieler darf den Platz für mindestens eine Minute nicht betreten.Einwechselspieler musste fast zwei Minuten wartenIn Los Angeles hinderten der argentinische Schiedsrichter Dario Herrera und sein Assistent Hosseinzadeh deshalb am Betreten des Platzes. Der Iraner drehte um, ging zurück in Richtung Bank. Es war das erste Mal überhaupt, dass diese Regel angewandt wurde. Und das gleich bei einer WM. Im Fernsehen wurde die Szene zunächst gar nicht wahrgenommen.Lesen Sie auchHosseinzadeh musste fast zwei Minuten zusehen. Erst dann war das Spiel wegen einer Abseitsstellung unterbrochen – und eine Unterbrechung (z. B. Einwurf, Abseits, Foul, Ball im Aus) muss vorliegen, um den Spieler aufs Feld kommen zu lassen.Schon beim 1:0-Sieg Paraguays gegen die Türkei hatte eine neue Regel für Wirbel gesorgt. Da war Miguel Almirón kurz vor der Pause vom Platz geflogen. Er hatte sich beim Wortgefecht mit dem Türken Mert Müldür die Hand vor den Mund gehalten. Das ist nach neuer Regel verboten und wird als unsportliches Verhalten gewertet.
Fußball-WM 2026: Neue Regel angewandt – Erstmals Zeitstrafe bei einem WM-Spiel - WELT
Im TV wird die Szene zunächst gar nicht wahrgenommen, aber im Spiel des Iran gegen Belgien greift erstmals eine neue Fifa-Regel. Diese bestraft bewusste Langsamkeit.














