Im August 2017 habe ich auf Instagram begonnen über Mutterschaft zu schreiben. Nicht professionell, aber öffentlich. Ich habe Fotos, Texte über schlechte Nächte, über Urlaubsfahrten geteilt – und damit implizit auch etwas über meine Kinder. Das war, wie ich mir heute sage, eine andere Zeit, ein kleiner Account, keine Einnahmen. Aber es war trotzdem öffentlich. Und je älter meine Kinder werden, desto unbehaglicher wird mir das. Denn irgendwann merkt man: Das sind eigenständige Menschen mit ihrer eigenen Geschichte, und ich habe einen Teil davon veröffentlicht – ohne ihr Einverständnis. Was bedeutet das für meine Kinder? Und was für solche, deren Eltern explizit öffentlich über sie sprechen und Videos teilen? Und was, wenn das nicht nur gelegentlich stattfindet, sondern das gesamte Aufwachsen ein Geschäftsmodell ist?
»Family-Influencing «: Das Netz vergisst nichts. Und auch nicht unsere Kinder
Family-Influencer leben von der Aufmerksamkeit für ihr Familienleben. Doch der Druck, immer neue Inhalte zu liefern, kann Kinder gefährden, warnen Experten.








