PfadnavigationHomePanoramaDetmoldIdentitäre Bewegung besetzt Hermannsdenkmal – Schweizer muss zur PolizeiStand: 22:01 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Nationaldenkmal: Hermann über dem Teutoburger WaldQuelle: Friso Gentsch/dpaDie rechtsextreme Identitäre Bewegung kopiert Guerilla-Aktionen der linken Szene: Am Wochenende besetzten sie das Hermannsdenkmal. Ein Schweizer harrte stundenlang auf der Statue aus und musste dann zur Polizei.Schwarz-gelber Rauch im Teutoburger Wald: Mitglieder der Identitären Bewegung haben das Hermannsdenkmal bei Detmold besetzt und dort Pyrotechnik gezündet und ein Banner aufgehängt. Einer der Männer kletterte anschließend von einem Balkon aus weiter nach oben auf das Denkmal und blieb dort mehrere Stunden. Er hatte sich nach Polizeiangaben mit einem Seil gesichert. Gegenüber der Polizei habe sich der Mann unkooperativ gezeigt, hieß es. Der Rest der Gruppe sei geflüchtet.Als der 21-jährige Schweizer schließlich nach Stunden wieder herabkletterte, wurde er von den Polizeibeamten mit zur Wache genommen. Welche Straftatbestände dem jungen Mann nun vorgeworfen werden, werde geprüft, hieß es – unter anderem geht es um Hausfriedensbruch, Verdacht der Volksverhetzung und Abbrennen von illegaler Pyrotechnik.Mit der Aktion wollten die Rechtsextremen gegen Windkraftausbau demonstrieren. Sie teilten Fotos der Aktion auf YouTube und X. „Heimatschutz ist Umweltschutz“, heißt es in einem Beitrag. Ein geplanter Windpark würde die deutsche Kulturstätte entweihen. Und der grundsätzliche Slogan der Bewegung „Heimat verteidigen“ stand auf den Bannern, die die Aktivisten am Denkmal herabließen.Die Identitäre Bewegung ist eine europaweit aktive Bewegung, die sich gegen Einwanderung wendet und für Remigration eintritt. Dafür kopieren sie typischerweise in der linken und linksextremen Szene verbreitete Guerilla-Aktionen wie Besetzungen öffentlicher Gebäude. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft und beobachtet. Aufgrund des politischen Hintergrundes der Aktion übernahm der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen.dpa/sebe