Der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Eheglück ist für die Menschen in Indien so logisch wie, dass auf die Nacht der Sonnenaufgang folgt. Westliche Fantasten oder Rebellen der Romantik mögen einwenden, dass doch eigentlich die Liebe zwischen den Vermählten wichtiger sei als jedes irdische Geschmeide. Darüber aber kann die Mehrheit auf dem Subkontinent nur höflich lächeln. Die meisten Ehen in Indien sind arrangiert. Liebe ist dabei nicht verboten, aber im Grunde unnötig. Es reicht, wenn sich alle Beteiligten, also auch die Familien eines Paares, einig sind, dass man zusammenpasst. Unverzichtbar ist dagegen der Goldschmuck, den die Braut und in geringeren Mengen auch der Bräutigam später bei der Hochzeit tragen.