Russische Kampfjets donnern über der Ostsee am Nato-Luftraum vorbei, Handelsschiffe und Drohnen kundschaften kritische Infrastruktur aus. Ortungssignale sind so gestört, dass Verkehrsflieger immer häufiger ohne Satelliten navigieren müssen. Die Aggressivität im Ostseeraum nehme zu, sagte der Befehlshaber der deutschen Marine, Vizeadmiral Axel Deertz, am Rande des Kiel International Seapower Symposiums. Dort beraten Nato-Partner, wie Europas Nordflanke geschützt werden könnte.Derweil kommt kaum ein öffentlicher Auftritt Putins ohne Drohung gen Westen aus. Seit Jahren redet Russlands Präsident von Atomwaffen, roten Linien, und Vernichtung, sollten Nato-Länder Kaliningrad angreifen. Denn Russlands „Außenposten im Westen“, wie Putin die Exklave nennt, ist zu einer massiven Festung mitten in Europa ausgebaut. Neben Kampfmitteln und Truppen betreibt der Kreml von dort elektronische Aufklärung. Aktuelle Satellitenbilder zeigen, wie Russland hier, umgeben von Nato-Staaten, riesige Antennenfarmen errichtet und neue Erkundungsschiffe baut.Auge und Ohr im WestenCOINTAINER-RADAR, OBLAST AMUR, RUSSLAND01.04.2026: Die Anlage nahe Zeya hat einen Y-förmigen Sender und einen dreieckigen Empfänger. Sie liegen zehn Kilometer voneinander entfernt. In der Nähe befindet sich der Flugplatz Zeya. Foto: LiveEO/SentinelRusslands Raketenfrühwarnsystem weckt Erinnerungen an das berüchtigte Duga-Radar zu Sowjetzeiten: Die neueste Generation russischer Überhorizontradare soll Marschflugkörper und Hyperschallraketen in einem Radius von 3000 Kilometern registrieren und dazu praktisch hinter den Horizont schauen. Auch Kaliningrad bekommt nun ein solches Container-Radar – Luftraumüberwachung bis nach Tunesien, Spanien, Island. Zwei solche Radare hat Russland schon: im Oblast Mordwinien (zwischen Ukraine und Kasachstan) und Amur (nördlich von China). Aus dem All sind sie an ihrer dreieckigen Form auszumachen.
Russlands Spionage: Wladimir Putin startet Lauschangriff auf die Nato
Russland gilt als ein Taktgeber der elektronischen Kampfführung. Aktuelle Satellitenbilder zeigen nun, wie der Kreml Nato-Technik noch offensiver auszukundschaften und stören will.
Russland baut Radaranlagen (3000 km Reichweite) und Spionageschiffe, um Nato-Kommunikation und Unterwasser-Infrastruktur zu überwachen. Das gefährdet europäische Cloud-Infrastruktur und erfordert erhöhte Security-Standards für kritische Telekommunikations-Verbindungen.






