KI ist unvereinbar mit emanzipierten und freiheitlichen Gesellschaften. Dabei handelt sich nicht um einen Designfehler, sondern sie ist so gedacht.

E inige Maschinen müssen zerstört werden, damit sie keine Monster produzieren. Mit diesen Worten fasst Brian Merchant, Autor des Buches „Blood in the Machine“, nicht nur die Handlung von Mary Shelleys „Frankenstein“ zusammen, sondern auch das Wirken der Luddit*innen. Die Luddit*innen, eine Gruppe organisierter Arbeitender, protestierten im Großbritannien des frühen 19. Jahrhunderts mit handfesten Mitteln gegen den kapitalistischen Einsatz von neuartigen Webstühlen.

Linke Bewegungen der Gegenwart sollten es ihnen gleichtun. Das Ziel sind heute nicht mehr die Webstühle protokapitalistischer Fabrikbesitzer, sondern die physischen und immateriellen Manifestationen sogenannter künstlicher Intelligenz (KI). Diese Widerständigkeit fehlt in progressiven Debatten rund um KI. Kritische Stimmen artikulieren stattdessen Forderungen nach regulatorischer Einhegung, Open Source, ethischer Ausgestaltung und ökologischer Nachhaltigkeit.

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Andreas Schmidt