Gerade erst konnten wieder Schiffe die Straße von Hormus passieren. Nun hat das zentrale Militärkommando Irans die erneute Schließung der strategisch wichtigen Meerenge angeordnet. »Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geschlossen wird«, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung des Militärkommandos. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels im Südlibanon, die eine Verletzung des mit den USA getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Irankriegs bedeuteten.

Nadelöhr für SchiffeDie Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region. Iran verlangt von den USA, Druck auf die israelische Führung auszuüben. Die israelische Armee erklärte jedoch, sie werde auch künftig gegen jede Bedrohung für den Staat Israel und die Soldaten vorgehen. Die Hisbollah erklärte, sie halte zwar weiterhin an der Waffenruhe fest, werde aber jedem Versuch entgegentreten, weiteres Land zu erobern.

Iran hatte die Straße von Hormus nach Kriegsbeginn am 28. Februar weitgehend blockiert. Durch die Meerespassage werden rund 20 Prozent des globalen Energiehandels abgewickelt. Weil das Nadelöhr für Schiffe der einzige Zugang zum Persischen Golf und damit auch zu mehreren arabischen Golfstaaten ist, kann der Iran die Meerenge als Hebel in Konflikten benutzen. Die Schließung zeigte die Verwundbarkeit globaler Lieferketten und hatte massive Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte.US-Vizepräsident JD Vance sagt dem US-Sender ‌Fox News, er habe keine Beweise dafür, dass Iran die Straße von Hormus schließe.