Das Verrückteste war der Affe im Hut. Christine Straß erinnert sich noch genau daran, wie selbstverständlich der Passagier durch die Flughafenkontrolle spazierte – obwohl aus seinem Hut ein Affenschwanz ragte. Damals forderte die Zollbeamtin den Mann auf, die Kopfbedeckung abzusetzen. »Darunter saß ein Äffchen. Es ist erstaunlich, wie dreist manche Tierschmuggler sind«, sagt die Zollbeamtin und schüttelt den Kopf.
Christine Straß ist Zollbeamtin. Seit mehr als 40 Jahren arbeitet sie am größten Flughafen des Landes in Frankfurt am Main. Täglich sind hier rund 170.000 Reisende mit Zehntausenden Gepäckstücken unterwegs. Aufgabe des Zolls ist es, dafür zu sorgen, dass keine verbotenen Gegenstände ins Land geschmuggelt werden. Das können Waffen oder Drogen sein, aber auch Pflanzen oder Tiere, die unter Artenschutz stehen.
In der Asservatenkammer werden Dinge aufbewahrt, die Zollbeamte wie Christine Straß bei Kontrollen entdeckt haben – so auch dieses Haigebiss.
Soeben ist ein Flugzeug aus der Dominikanischen Republik gelandet. Was die Passagiere nicht wissen: Ihre Koffer, die gleich auf dem Gepäckband liegen werden, wurden bereits kontrolliert. »Beim Zoll passiert viel hinter den Kulissen. Wenn Flieger aus bestimmten Risikogebieten kommen, wird das Gepäck direkt nach der Landung geprüft«, sagt Christine Straß.








