Neue transatlantische Beziehungen: Sich nicht blenden lassen, sondern Grenzen ziehen
Es war der erste G7-Gipfel, seit US-Präsident Trump wieder an der Macht ist. Diesmal ohne Eklat. Aber von neuer Harmonie kann keine Rede sein.
US-Kriegsminister Pete Hegseth in patriotischen Socken: Gleich nach dem G7-Gipfel machte er die Hoffnungen auf gute transatlantische Beziehungen zunichte
L ief doch ganz gut in Évian. Nachdem US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr das G7-Treffen in Kanada vorzeitig verlassen hatte – damals startete er die erste Angriffswelle gegen Iran – und dann leider, leider keine Zeit hatte, den ukrainischen Präsidenten zu treffen, blieb er diesmal sogar länger.
Unterzeichnete im Versailler Spiegelsaal überraschend ein Friedensabkommen mit Iran und machte Wolodymyr Selenskyj Hoffnung, dass die USA endlich Druck auf den russischen Kriegsherrn Wladimir Putin ausüben würden, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Mehr, als die anderen G6 und vor allem die Europäer erhofft hatten. Bundeskanzler Friedrich Merz lobte den Gipfel als Erfolg. Zieht der Westen also an einem Strang, sind die transatlantischen Beziehungen wieder im Lot? Mitnichten!












