Das Wochenende bringt Berlin und Brandenburg extreme Hitze und wiederholt kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.Am Samstag steigen die Temperaturen in Berlin und Brandenburg laut der Vorhersage auf 32 bis 35 Grad. Im Tagesverlauf ziehen gebietsweise Schauer und teils kräftige Gewitter auf. Dabei seien lokal Sturmböen zwischen 65 und 80 Kilometern pro Stunde, Hagel und Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Vereinzelt könnten sich Unwetter mit bis zu 40 Litern Regen pro Quadratmeter entwickeln.Landesweit wird eine starke, in der Nordhälfte auch extreme Wärmebelastung erwartet.Warnlagebericht des Deutschen WetterdienstesWem das zu viel ist, der sollte den Norden ansteuern: An den Küsten und im äußersten Norden soll es am Wochenende zwischen 24 und 29 Grad warm werden. Auch im äußersten Süden gibt es vereinzelt Gemeinden ohne eine Hitzewarnung.Der Wetterdienst warnte, die Hitzebelastung könne zur gesundheitlichen Gefahr werden – und appellierte: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl.“ Hitzewelle bringt mitunter Gewitter und Unwetter mit sich In einigen Landesteilen könnte es ab den Mittagsstunden ungemütlich und mitunter auch gefährlich werden. Bis in den Abend und in die Nacht zum Samstag hinein drohen laut Vorhersage von den Mittelgebirgen ausgehend einzelne kräftige Gewitter.Lokal können Starkregen, Hagel, Sturmböen und Unwetter auftreten. Vor allem in Südbaden und Schwaben seien bei einzelnen Gewittern auch schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen. Weshalb Hitze nicht unterschätzt werden sollte „Extreme Hitze kann genauso tödlich sein wie extreme Kälte – das ist noch zu wenig im Bewusstsein vieler Verantwortlicher“, sagte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ältere, Pflegebedürftige und andere gesundheitlich anfällige Gruppen seien besonders gefährdet. „Ganz unmittelbar trifft es Menschen ohne festen Wohnsitz. Sie brauchen Zugang zu sicheren, gekühlten Unterkünften und zu sauberem, kühlem Trinkwasser.“ Städtische Trinkbrunnen könnten hier helfen.Für einen besseren Schutz für obdachlose Menschen vor Hitze sprach sich ebenfalls das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus. Eine Sprecherin sagte der „Rheinischen Post“: „Die meisten können sich in ihre kühle Wohnung zurückziehen. Dies gilt nicht für obdachlose Personen, die der Sonne ohne Schutz ausgesetzt sind und häufig bereits körperlich geschwächt sind.“ Städte und Kommunen sollten nach ihren Worten im Sommer kühle Orte und öffentliche Trinkbrunnen bereitstellen. Am Kölner Stadionbad wird mit einem Aufsteller vor möglichen Unwettern gewarnt. © dpa/Rolf Vennenbernd Was bedeutet das Wetter für Festivals? Einen Blick zum Himmel und auf die Wetter-Aussichten werden auch Besucher von Veranstaltungen unter freiem Himmel haben. Beim Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck werden an diesem Wochenende rund 60.000 Menschen erwartet. Sie müssen sich auf eines der heißesten Festival-Wochenenden der vergangenen Jahre einstellen. Auf dem Gelände stehen kostenlose Trinkwasserstellen bereit, leere Flaschen dürfen mitgebracht werden. Zusätzlich wurden Schattenplätze ausgebaut und Sonnencremespender aufgestellt.78.000 Besucher wollen zum Festival Hurricane nach Scheeßel, einer Gemeinde zwischen Bremen, Hannover und Hamburg, anreisen. Beim Hessentag in Fulda stockt der DRK-Sanitätsdienst wegen der Hitze sein Personal auf. Zusätzliche ehrenamtliche Einsatzkräfte aus ganz Hessen sollten in den kommenden Tagen für die Sicherheit der Besucher sorgen, sagte Notarzt Adrian Böhm vom DRK Fulda. Mit Blick auf die Temperaturen appellierte der Notarzt an die Besucherinnen und Besucher des Landesfestes, ausreichend zu trinken, möglichst leichte, aber schützende Kleidung zu tragen und auf Kopfbedeckung sowie Sonnenschutz zu achten. (dpa, mira)
„Starke bis extreme Wärmebelastung“: Berlin steht ein heißer Samstag bevor
Am Donnerstag und Freitag war es bereits heiß – und der Samstag wird nicht kühler. Wo es heute besonders warm wird – und wo Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen.











