PfadnavigationHomePolitikDeutschlandKritik an Kanzler MerzCDU wie der FC Bayern – „Es müssen Titel geholt werden“, sagt Kramp-KarrenbauerStand: 09:26 UhrLesedauer: 2 MinutenAnnegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-StiftungQuelle: Kay Nietfeld/dpaDie CDU duldet keine Verlierer – das gelte auch für die von ihr selbst gestellten Kanzler. Annegret Kramp-Karrenbauer analysiert den wachsenden Unmut über Friedrich Merz und mahnt: Bloß nicht von der AfD treiben lassen.Die frühere CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer erklärt sich die latent schwelende Unzufriedenheit in der Partei mit Bundeskanzler Friedrich Merz vor allem mit enttäuschten Erwartungen. „Die CDU ist eine Partei, die sehr genau auf Erfolge schaut“, sagte Kramp-Karrenbauer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Am besten kann man das mit dem FC Bayern vergleichen: Es müssen Titel geholt werden.“ Merz habe mit seiner Kritik am Reformstau der vergangenen Jahre dabei ja „objektiv recht“. „Auch in der Vergangenheit hat es Reformen gegeben, die aber nicht umfassend genug waren.“ Nun sei der Druck aber deutlich größer.Nach dem Bruch der Ampel-Koalition und dem vorangegangenen Chaos sei die Erwartung an die neue schwarz-rote Regierung riesig groß gewesen. „Und natürlich gab es auch Startschwierigkeiten, manchen unnötigen Streit, für manche zu kleine Fortschritte – und das führte zu einer gewissen Enttäuschung“, sagte die Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.Lesen Sie auchMit dem Erstarken populistischer Kräfte hätten einige Christdemokraten den Eindruck, sie müssten die Parteilinie voll durchsetzen, um den eigenen Anhängern gerecht zu werden. „Der Verstand weiß, dass eine Demokratie und eine Koalition nur mit Kompromissen funktionieren können, aber die Parteiseele wünscht sich möglichst viel eigene Programmatik.“Das gelte noch stärker für die SPD, weil sie sich noch mehr die Existenzfrage stellen müsse. Das Problem sei, dass Kompromisse als Schwäche einer Partei verunglimpft würden. „Dabei sind sie der Kitt für unsere Gesellschaft.“Lesen Sie auchGleichzeitig rief die frühere CDU-Vorsitzende Politik und Bevölkerung dazu auf, sich von der AfD keine Zukunftsängste machen zu lassen. „Viele Debatten werden von der AfD und der Angst, die sie verbreitet, getrieben“, sagte Kramp-Karrenbauer dem RND gegenüber. Deren Erzählung laute, dass das Land – trotz einer nach wie großen volkswirtschaftlichen Stärke – am Abgrund stehe. „Viele lassen sich davon zu viel Angst einjagen“, so das Fazit der CDU-Politikerin zu solchen Szenarien. krott