PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgRettungsinseln für bedrohte ZugvögelStand: 05:08 UhrLesedauer: 5 MinutenDie Vögel werden beringt und gewogen. Außerdem wird ihr Alter geschätzt.Quelle: Patrick Pleul/dpaKünstliche Inseln, Aluminiumringe und flauschige Küken: Wie Forscher und Ehrenamtliche bedrohten Zugvögeln in Brandenburg neue Chancen geben.Aufgeregt kreisen Flussseeschwalben mit ihrem weißen Gefieder und dem markanten schwarzen «Hut» über einer Brutinsel in den Groß Schauener Seen. Unter ihnen huschen ihre Küken mit plüschigem, grau gesprenkeltem Daunenkleid über den kiesigen Boden. Das schrille Rufen der eleganten Vögel begleitet eine besondere Aktion: die Beringung ihres Nachwuchses.Ornithologe Tim Funkenberg und sein Helfer, der ehrenamtliche Vogelberinger Hartmut Haupt, sind mit einem Fischerboot auf der künstlichen Insel gelandet. Routiniert greifen sie die Küken und setzen sie in eine Kiste. Alles geht schnell, jeder Handgriff sitzt. Haupt schätzt das Alter der Tiere und befestigt an einem Bein einen winzigen Aluminiumring mit individueller Nummer. «Das ist wie ein Personalausweis», sagt Funkenberg, Gebietsbetreuer der Groß Schauener Seen bei der Heinz Sielmann Stiftung.Anschließend steckt er die Jungvögel einzeln in einen kleinen Papptrichter und wiegt sie. Manche sind erst fünf Tage alt und nur 40 bis 50 Gramm leicht, ältere Tiere bringen mit rund zwei Wochen bereits etwa 120 Gramm auf die Waage. An diesem Tag werden 43 Küken markiert. Melanie Wagner vom Naturpark Dahme-Heideseen notiert die Daten jedes einzelnen Tieres – die Aktion ist eine Kooperation von Stiftung und Naturpark.Es ist bereits der vierte Sommer, in dem die stark gefährdete Vogelart hier erfolgreich brütet. Die ersten beiden Inseln brachte die Stiftung gemeinsam