PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBremerhavenPolitiker von Bündnis Deutschland spendet für Schwimmunterricht – Schule überweist Geld zurückStand: 04:49 UhrLesedauer: 3 MinutenJan Timke, Fraktionsvorsitzender von Bündnis Deutschland, spricht vor der Bremer BürgerschaftQuelle: picture alliance/dpa/Lars PenningIn Bremerhaven fehlten einer Schule 150 Euro für den Schwimmunterricht. Ein Politiker von Bündnis Deutschland erfuhr davon und überwies den fehlenden Betrag. Dann erhielt er eine E-Mail von der Schulleiterin – und sein Geld zurück.In Zeiten klammer Haushaltskassen können viele schulische Aktivitäten teilweise nur noch über private Spenden finanziert werden. In Bremerhaven fehlten einer Schule 150 Euro für den Schwimmunterricht. Der lokale Politiker Jan Timke erfuhr davon und überwies den fehlenden Betrag. Dann erhielt er eine E-Mail von der Schulleiterin – und sein Geld zurück. Zuerst berichtete das Portal „Apollo News“.Das Mitglied der Bremischen Bürgschaft sprach über den Vorfall auf X. Ein befreundeter schulischer Mitarbeiter habe ihm demnach von dem anstehenden Schwimmunterricht berichtet. „Das Problem ist, dass weder die Schule noch der Förderverein der Schule dafür das nötige Geld haben“, schilderte Timke. Um das Problem aus der Welt zu schaffen, habe er direkt online auf das Konto des Fördervereins den für den Schwimmunterricht benötigten Betrag in Höhe von 150 Euro überwiesen.Lesen Sie auch„Nachmittags platzte dann die Bombe“, berichtete der Lokalpolitiker weiter, „denn ich erhielt nachmittags eine E-Mail von der Schulleiterin“. Dann blendete Timke die besagte Mail an, machte dabei die Daten der Schule und der Klasse unkenntlich. „Sehr geehrter Herr Timke“, liest er vor. „Ich bedanke mich für Ihre großzügige private Spende über 150 Euro, um der Klasse das Schwimmevent zu ermöglichen.“ Trotzdem werde Sie ihm den Betrag zurücküberweisen, kündigte die Schulleiterin an, die Timke aus Anonymitätsgründen Frau Rottenmeier nennt. „Denn die Werte, die Sie/Ihre Partei vertritt, passt nicht zu unserer Idee von Gesellschaft.“ Sie behauptete, dass erfreulicherweise mittlerweile ein anderer Spender gefunden werden konnte, sodass die Kinder „in jedem Fall schwimmen gehen können“. Lesen Sie auchTimke richtete in dem Video seine Antwort direkt an die Schulleiterin: „Sie sind als Beamtin und Schulleiterin zur politischen Neutralität verpflichtet.“ Eine Wertung seiner politischen Arbeit stehe ihr als Schulleiterin nicht zu. Es sei schlimm, dass sie „ihre persönliche politisch eingefärbte Meinung über die Interessen der Kinder stellt“. Politiker bietet Geld anderen Vereinen anDie Linkslastigkeit und die Ideologisierung der Schulen sei mittlerweile so weit fortgeschritten, dass nicht mehr im Fokus steht, wie den Kindern geholfen wird, sondern, von wem eine Spende kommt, beklagte Timke weiter. Dann rief der Lokalpolitiker Mitglieder von anderen Vereinen dazu auf, sich bei ihm zu melden, wenn dort seine Spende gewertschätzt und gebraucht werde.Lesen Sie auchAuf Nachfrage von „Apollo News“ bestätigte der Magistrat der Stadt Bremerhaven, dass die Mail vom E-Mail-Account der Behörde versendet wurde. Allerdings sei die Spende nicht in deren Namen zurückgewiesen worden – die Schulleiterin habe im Namen eines privaten Fördervereins einer Schule gehandelt.Behörde spricht von „wirklich ärgerlichem“ VorfallDass dieser private Verein „entscheidet, von wem er Geld annimmt“, ist sein gutes Recht, hieß es weiter. Man bedauere jedoch, dass „die Schulleiterin bei der Antwort nicht darauf geachtet“ habe, „dass sie in diesem Fall für den Förderverein spricht“. Vor diesem Hintergrund sei der Vorfall „wirklich ärgerlich“.Jan Timke ist Landesvorsitzender des Bündnis Deutschland in Bremen und seit 2007 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Bekannt wurde er als Gründer und langjähriger Vorsitzender der Wählervereinigung Bürger in Wut, die 2023 im Bündnis Deutschland aufging. Politisch wird Timke dem konservativ-liberalen Spektrum zugerechnet; seine Schwerpunkte liegen in der Innen-, Sicherheits- und Rechtspolitik.saha
Bremerhaven: Politiker spendet für Schwimmunterricht – Schule überweist Geld zurück - WELT
In Bremerhaven fehlten einer Schule 150 Euro für den Schwimmunterricht. Ein Politiker von Bündnis Deutschland erfuhr davon und überwies den fehlenden Betrag. Dann erhielt er eine E-Mail von der Schulleiterin – und sein Geld zurück.






