Schwere Vorwürfe der USA gegen den Chipmaschinenhersteller ASML: Die Niederländer sollen eine hochmoderne Anlage nach China geliefert haben, obwohl dies gegen Exportbeschränkungen verstieße. Die Spannungen zu diesem Thema sind nicht neu.
19.06.2026, 16.16 Uhr
ASML-Hauptsitz in Veldhoven: Der niederländische Belichtungsmaschinenhersteller ist in der Chipindustrie enorm wichtig
ASML wird mit harten Vorwürfen konfrontiert. Die US-Regierung hat den Verdacht geäußert, dass eine der modernsten Belichtungsmaschinen des niederländischen Konzerns trotz strenger Exportkontrollen in China gelandet sein könnte. US-Handelsminister Howard Lutnick (64) habe diese Bedenken in mehreren Treffen mit der ASML-Führung geäußert, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.
ASML weist die Vorwürfe zurück und betont, nie ein System mit extrem ultravioletter Lithografie (EUV), um das es bei den Vorwürfen geht, nach China geliefert zu haben. Auch seien keine speziell für den Einsatz in einer solchen Anlage entwickelten Komponenten, Module oder Geräte nach China geliefert worden.Anlagen so groß wie SchulbusseLaut einem internen Papier des Unternehmens seien weltweit 314 EUV‑Anlagen in Betrieb, 26 weitere außer Dienst gestellt – keine davon in der Volksrepublik. Die Maschinen, die so groß wie ein Schulbus sind und permanenten Service durch ASML-Techniker benötigen, ließen sich ohne Beteiligung des Herstellers nicht heimlich abziehen oder verlagern, so ASML.










