Wenn an heißen Sommertagen der Asphalt flimmert, steht ein Fußweg auf der Wunschliste vieler Menschen sicher nicht ganz oben. Manchmal allerdings lässt er sich nicht vermeiden. Für ältere Menschen, Kinder und Kranke ist das nicht nur lästig, sondern oft sogar gefährlich. Helfen soll eine Art Navi, das nicht nur den kürzesten, sondern auch den kühlsten Weg von A nach B ermittelt.Anzeige
Die sogenannte HEAL-App – benannt nach dem Projekt „Hitzeanpassung für vulnerable Bevölkerungsgruppen“ (HEAL) – wurde von einem Forschungsteam aus Heidelberg entwickelt und ist mittlerweile dort und in weiteren Städten verfügbar (hier auch als Webanwendung integriert). „Die Anwendung identifiziert Hitzestress entlang einer Route und berechnet dann einen alternativen Weg, der wenig beschattete Hauptstraßen vermeidet und die Nutzerinnen und Nutzer durch Parks und schattige Gebiete führt”, sagt Sven Lautenbach, Professor für Geoinformatik an der Universität Heidelberg und wissenschaftlicher Leiter am Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT). Sie zeige außerdem die Art des Weges, den Oberflächenbelag und die Steigung entlang der gewählten Strecke an.
So funktioniert die Schatten-Navigation: Von blau bis tiefrot











