PfadnavigationHomePolitikDeutschlandSozialdemokraten„Wir können nicht apathisch auf Untergang warten“ – Juso-Chef Türmer attackiert Klingbeil und BasStand: 12:57 UhrLesedauer: 2 MinutenPhilipp Türmer (SPD)Quelle: Michael Kappeler/dpaMit nur noch zwölf Prozent in den Umfragen wächst der Druck auf die SPD‑Führung. Juso‑Chef Türmer fordert „Veränderungen“ und warnt vor einer möglichen „Revolution“, sollte die Partei weiter abrutschen.Juso-Chef Philipp Türmer geht auf Distanz zu den beiden Vorsitzenden der SPD. „Wir können nicht apathisch auf den Untergang warten“, sagt er im Interview mit der „Zeit“ in Anspielung auf Lars Klingbeil und Bärbel Bas. Seine Partei müsse jetzt demonstrieren, „dass sich etwas ändern wird in der SPD“. Den Sozialdemokraten würden „die Wähler seit Jahren in Scharen davonrennen“, sagt er. „Dass man da auch über Personal spricht, ist doch logisch“.Lesen Sie auchIn den bundesweiten Umfragen liegt die Partei in mehreren Umfragen nur noch bei zwölf Prozent. „Absolut inakzeptabel“, sagt Türmer Andere Parteien im linken Lager würden „offensichtlich gerade einen besseren Job machen als wir“. Die SPD brauche „neue Ansätze und dafür braucht es Veränderungen“, sagt der Chef der Parteijugend. „Ich erkenne bislang nicht, dass es den Vorsitzenden gelungen ist, das Ruder herumzureißen.“ Klingbeil und Bas gelänge „der Spagat zwischen Regierungsrolle und Parteivorsitz einfach nicht“.Für die SPD sei es daher „dringend erforderlich, alle Optionen zu erwägen“. Über einen Wechsel an der Spitze werde derzeit „an verschiedenen Stellen unserer Partei diskutiert“, sagt Türmer. Er hoffe, dass die Vorsitzenden selbst reagieren, bevor sie womöglich zu einem Rückzug gedrängt werden. Ein mögliches Szenario wäre: „Es kommt quasi zur Revolution.“ Ein „Auslöser“ dafür könnte ein schlechtes Abschneiden bei den Landtagswahlen im September sein. Auch schon früher könnte sich der Unmut ein Ventil suchen: „So wie ich meine Partei kenne, kann das aber auch eine Dynamik sein, die sich an irgendwelchen anderen Fragen entzündet, wenn die Unzufriedenheit immer weiterwächst.“Lesen Sie auchAuch mit der Bundesregierung geht Türmer hart ins Gericht. Die Stimmung in der schwarz-roten Koalition erinnere ihn „leider sehr an Dynamiken, die ich aus dem Ende der Ampelzeit kenne“, sagt Türmer. Während die Union es immerhin schaffe, sich „als Reformpartei zu inszenieren“, komme von der SPD viel zu wenig, beklagt er: „Wir sind so verzagt, dass wir uns damit begnügen, nur noch den Istzustand zu verteidigen.“ Aber das sei zu wenig: „Es wäre jetzt mal an der Zeit zu zeigen, wie es gerechter und besser sein könnte.“ Mit guten Ideen schaffe es die SPD-Spitze nicht durchzudringen. „Das müssen wir uns selbst vorwerfen.“nw
SPD: „Wir können nicht apathisch auf Untergang warten“ – Juso-Chef Türmer attackiert Klingbeil und Bas - WELT
Mit nur noch zwölf Prozent in den Umfragen wächst der Druck auf die SPD‑Führung. Juso‑Chef Türmer fordert „Veränderungen“ und warnt vor einer möglichen „Revolution“, sollte die Partei weiter abrutschen.






