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Marode Infrastruktur: Bonner Nordbrücke wird abgerissen Wegen struktureller Schäden wurde die Bonner Nordbrücke komplett gesperrt – ein Schock für den Verkehr im Rheinland. Nun gibt es Neuigkeiten, wie es mit der Autobahnbrücke weitergehen soll.
19.06.2026 - 11:04 Uhr Artikel anhörenVollsperrung Nordbrücke: Die wichtige Verbindung in Bonn bleibt gesperrt. Foto: IMAGO/Marc JohnBonn. Die einst vielbefahrene Bonner Nordbrücke kann vorläufig nicht mehr für den Verkehr freigegeben werden. Das sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Die Autobahnbrücke über den Rhein war Anfang Juni wegen Schäden gesperrt worden.„Das Schadensbild an der linksrheinischen Vorlandbrücke hat sich so verschlechtert, dass eine Öffnung der Brücke sowohl für den Lkw- als auch für den Pkw-Verkehr nicht mehr in Frage kommt“, so der CDU-Politiker. An der linksrheinischen Vorlandbrücke sei der Schaden noch größer als angenommen, sagte Schnieder nach der zweiten Sitzung eines Lenkungskreises von Bund, Land und Kommunen in Bonn. Die Brücke solle nun abgerissen und neu gebaut werden.Dabei gehe es jetzt um Schnelligkeit, sagte Schnieder. Das Vergabeverfahren werde sofort starten, so dass möglichst noch im Juli mit dem Abriss begonnen werden könne. Ziel sei es, dass die neue Brücke spätestens Ende 2028 für den Verkehr geöffnet werden kann.Strukturelle Schäden am TragwerkDie Bonner Nordbrücke ist Teil der A565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Sie stammt aus den 1960er Jahren und ist marode. Bereits seit Februar galt ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Anfang Juni wurde die Autobahnbrücke über den Rhein dann unerwartet komplett für den Verkehr gesperrt. Aktuelle Prüfungen hätten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben, teilte die Autobahn GmbH zur Begründung mit.Für die Region wurde die Sperrung zum großen Problem – der ADAC sprach von einer „Vollkatastrophe“. Viele Autofahrer würden in den Kölner Raum ausweichen und dort das ohnehin schon am Limit laufende Verkehrssystem belasten. Auch die Wirtschaft zeigte sich extrem besorgt. „Die Rheinbrücken sind die Lebensadern unserer Region“, erklärte die IHK Bonn/Rhein-Sieg.In Bonn ballte sich seit der plötzlichen Sperrung der Verkehr. Die Stadt kündigte verschiedene Sofortmaßnahmen an, um die Situation zu entlasten. Unter anderem führte sie vorübergehend kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr ein, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu bewegen.Nach bisherigen Planungen sollte ein Neubau der zuvor schon durch zahlreiche Schäden aufgefallenen Nordbrücke frühestens in den 2030er Jahren beginnen. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt












