PfadnavigationHomePolitikDeutschlandPolitbarometerFast drei Viertel nicht bereit für persönliche Einschränkungen bei Reformen – AfD holt neuen RekordStand: 10:36 UhrLesedauer: 2 MinutenKanzler Friedrich Merz (CDU) und SPD-Chefin Bärbel BasQuelle: picture alliance/Geisler-Fotopress/Bernd Elmenthaler/Geisler-FotoprDie Reformagenda der Bundesregierung trifft auf breite Skepsis bei den Wahlberechtigten. Während nur wenige Einschränkungen akzeptieren, wächst der Zuspruch für die AfD im ZDF-Politbarometer auf einen Rekordwert.Die Bereitschaft der Deutschen, in Verbindung mit den von der Regierung geplanten Reformen selbst größere Einschränkungen hinzunehmen, ist sehr gering. Lediglich 25 Prozent der Befragten erklärten sich dazu im am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ bereit. Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) sagten, sie seien dazu nicht bereit.Zudem äußerten nur 24 Prozent die Erwartung, dass die Regierung mit ihren Reformen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme in Deutschland leisten werde. 73 Prozent bezweifelten dies, darunter die Mehrheit der Anhängerinnen und Anhänger aller Parteien außer denen der CDU/CSU.Lesen Sie auchBei der „Sonntagsfrage“ kann die AfD ihren Vorsprung auf die Union weiter ausbauen. Die Partei um die Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 28 Prozent. Das ist der in dieser Umfrage stärkste je gemessene Wert.Es folgt die CDU/CSU mit 24 Prozent (minus eins) und dem damit einhergehenden schlechtesten Wert seit April 2022. Dennoch sind diese Umfragewerte für die Union noch vergleichsweise gut. In anderen Erhebungen schneidet sie deutlich schlechter ab: Bei YouGov kommt die Union aktuell nur auf 20 Prozent, bei Forsa auf 21 Prozent und bei Insa auf 22 Prozent. Die SPD verbessert sich leicht auf 13 Prozent (plus eins), die Grünen verschlechtern sich auf zwölf Prozent (minus zwei). Für die Linke werden weiterhin elf Prozent vorhergesagt.Lesen Sie auchDie FDP kommt auf vier Prozent (plus eins). Das BSW wird nicht mehr gesondert aufgeführt. Schwarz-Rot hätte nach diesen Werten keine Mehrheit. Rechnerisch möglich wäre ein Dreierbündnis aus CDU/CSU, SPD und Grünen.Die Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Überblick:AfD: 28 Prozent (+1)Union: 24 Prozent (-1)SPD: 13 Prozent (+1)Grüne: 12 Prozent (-2)Linke: 11 Prozent (unverändert)FDP: 4 Prozent (+1)Sonstige: 8 Prozent (unverändert)Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das „Politbarometer“ von Dienstag bis Donnerstag 1190 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.rct