Die Kommission hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Sie wurde von Beginn an von der CDU torpediert, sagt die Erziehungswissenschaftlerin Maisha Auma.
taz: Frau Auma, Sie waren eine der Sachverständigen der Enquetekommission. Wie haben Sie die Arbeit dort erlebt?
Maisha Auma: Zunächst möchte ich sagen, dass ich es als eine große Ehre empfinde, eine solche Aufgabe für die Stärkung einer pluralen und demokratischen Gesellschaft zu übernehmen. Ich habe mich sehr gefreut, die Möglichkeit zu bekommen, gemeinsam mit anderen über Antidiskriminierung, Teilhabe sowie den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus im gegenwärtigen Berlin nachzudenken. Ich bin mit großen Hoffnungen in dieses Gremium gegangen, auch wenn der Zeitdruck von Beginn an enorm war. Wir hatten nur knapp ein Jahr Zeit.
taz: Was wurde aus Ihren Hoffnungen?
Auma: Ich war ehrlich gesagt recht schockiert über den Ton, der gleich in der ersten Sitzung von der wertkonservativen Seite angeschlagen wurde. Im Nachhinein würde ich sagen, da war von Beginn an eine fast feindselige Haltung. Die CDU hat direkt damit eröffnet, wir sollen nicht glauben, dass es mehr Geld für Aufgaben in der Antidiskriminierungsarbeit geben wird. Diese insgesamt abwehrende Haltung hat sich im Laufe der Zeit verschlimmert.








