Stand: 19.06.2026 • 07:25 Uhr

Er fluchte, trank, prügelte - und wurde zur Kultfigur: Götz George sprengte als Horst Schimanski alle Konventionen des braven TV-Kommissars und schenkte dem Ruhrgebiet neues Selbstbewusstsein. Vor zehn Jahren starb er.

Von Susanne Fritz, WDR

Götz George war weit mehr als der Mann in der Feldjacke. Karl-May-Held, Skandalreporter und nacheifernder Sohn eines umstrittenen "Jahrhundert-Schauspielers" - doch messen lassen wollte er sich nur an einer Sache: seiner Arbeit.

"Ach, das ist doch Scheiße", sagte George als Horst Schimanski bei der Ermittlung in einem seiner Mordfälle bei der Kripo Duisburg - und schrieb damit TV-Geschichte: Nie zuvor hatte ein Kommissar in einem ARD-Krimi "Scheiße" gesagt. Überhaupt hatte Schimanski nichts mit den biederen Ermittlern in Krimiserien vor seiner Zeit zu tun.