Der britische Rundfunksender BBC streicht im Rahmen seines Sparprogramms bis März 2027 rund 550 Stellen. Wie aus einem Schreiben des neuen Generaldirektors Matt Brittin an die Belegschaft hervorgeht, wird es dabei auch Entlassungen geben. Auch Sendungen werden eingestellt, etwa bei den Programmen für Schottland, Wales und Nordirland.Unter den Sendungen, deren Einstellung angekündigt wurde, ist das Radioprogramm »The World Tonight«, das seit 1970 auf Radio 4 ausgestrahlt wird. Darin werden in ausgeruhter Form Hintergründe zu aktuellen Nachrichten geliefert, mit einem Schwerpunkt auf Auslandsthemen. Der langjährige Moderator der Sendung, Robin Lustig, warnte: »In einer Zeit vorschneller Urteile und weitverbreiteter Desinformation« seien solche Sendungen mehr denn je wichtig: »Ich hoffe, die BBC wird ihre Entscheidung nicht bereuen«, so Lustig im »Guardian« .Mit dem Stellenabbau will die BBC den Angaben zufolge bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahrs 160 Millionen Pfund (185 Millionen Euro) einsparen. Dies erfordere »schwierige Entscheidungen«, schrieb der ehemalige Google-Manager Brittin, der seit Mai BBC-Chef ist. Die Einsparungen beträfen »alle Bereiche«.Der Stellenabbau, der teils freiwillig erfolgen soll, ist Teil eines größeren Sparprogramms, in dessen Verlauf insgesamt bis zu 2000 Jobs gestrichen werden sollen – fast zehn Prozent der Belegschaft. Ziel ist es, in den kommenden drei Jahren die Ausgaben um 500 Millionen Pfund (578 Millionen Euro) zu senken. Bisher liegen die jährlichen Betriebskosten bei fünf Milliarden Pfund.Bei den Einsparungen orientiere man sich daran, die Programme mit der höchsten Relevanz und Wirkung zu erhalten, Doppelstrukturen abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Daher werde auch die Zahl der Führungskräfte um zehn Prozent verringert.
BBC baut 550 Stellen ab - auch traditionsreiche Sendungen werden gestrichen
In Großbritannien steht der öffentliche Rundfunk unter Spardruck. Der neue BBC-Chef, Ex-Google-Manager Matt Brittin, kündigt nun einen Stellenabbau an. Auch traditionsreiche Sendungen werden gestrichen.













