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Erzieherinnen und Erzieher bangen um Jobs, Eltern um eine wohnortnahe Betreuung. Manche Kitas in Sachsens stehen trotz mehr Geld vor dem Aus. Dagegen regt sich Widerstand.
Das Bündnis «Kitas retten!» will am kommenden Mittwoch (24. Juni) parallel zur Landtagssitzung für den Erhalt von Kindertagesstätten demonstrieren. «An den Kitas in Sachsen brennt die Luft», schrieb das Bündnis in einem Aufruf. Nach Jahren des Mangels an Erzieherinnen und Erziehern drohten nun Stellenabbau, Zwangsteilzeit und Schließungen von Einrichtungen.
«Jahrelang haben junge Menschen eine lange, unvergütete Ausbildung absolviert, um in der Kita zu arbeiten. Jetzt müssen sie um ihren Arbeitsplatz fürchten», erklärte Burkhard Naumann, Chef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen. Grund seien sinkende Kinderzahlen, aber vor allem die fehlende Bereitschaft von Landesregierung und Kommunen, Personal zu halten und die Bedingungen zu verbessern.
Nach Darstellung von Naumann ist der Alltag in den Einrichtungen extrem belastend: «Zu wenig Zeit für das einzelne Kind, zu wenig Zeit für Vor- und Nachbereitung.» Zwar habe die Landesregierung angekündigt, die Kita-Pauschale um 365 Euro zu erhöhen. Ohne konkrete Qualitätsverbesserung kämen jedoch Null Euro an der einzelnen Kita an. «Das Geld droht in den klammen Haushalten der Kommunen zu versanden.»






