Allein an der Stützenachse C registrierte das Schallemissionsmonitoring sechs zusätzliche Drahtbrüche. Der von Gutachtern festgelegte kritische Grenzwert liegt bei einer Reserve von höchstens 16 Drahtbrüchen innerhalb eines drei Meter langen Abschnitts – dieser Puffer ist an Achse C deutlich geschrumpft.
Um die Brücke zu entlasten, werden derzeit vier Schwerlaststützen aus Stahl errichtet, je zwei pro Brückenzug. Die Fundamente müssen rund zwei Meter tief in den Boden eingebracht werden. Da im Untergrund historische Fundamente und Versorgungsleitungen liegen, geht die Stadt nach eigenen Angaben besonders vorsichtig vor.
Bis Ende Juli sollen die Stahlstützen stehen. Danach ist die Unterfahrt auf der Ammonstraße gesichert und es werden dort wieder zwei Fahrspuren pro Richtung freigegeben.
In einem zweiten Schritt sollen bis Mitte oder Ende September 2026 acht weitere Unterstützungen aus mit Beton verfüllten Brunnenringen in drei Brückenfeldern aufgebaut werden. Ziel ist, auf der Brücke selbst wieder eine Fahrspur pro Richtung zuzulassen. Die Gesamtkosten der Notunterstützung stehen laut Stadt noch nicht fest, da bauliche Umsetzung und Ausschreibungen parallel laufen, um Zeit zu sparen.
Sobald die Hilfskonstruktionen stabil stehen, sollen weitere Bauteilöffnungen an der Unterseite folgen, um den Gesamtzustand der Brücke einschätzen zu können. Ziel der Stadt ist es, das Bauwerk so zu ertüchtigen, dass es noch mindestens zehn Jahre nutzbar bleibt – um in dieser Zeit einen geordneten Ersatzneubau vorzubereiten.






