PfadnavigationHomeRegionalesHessenJeder dritte Hesse hat eine MigrationsgeschichteStand: 12:27 UhrLesedauer: 2 MinutenVon den 1,5 Millionen im Jahr 2025 in Hessen lebenden Eingewanderten der ersten Generation nannte rund ein Fünftel Flucht oder Asylsuche als Hauptgrund für die Einwanderung. (Archivbild)Quelle: Boris Roessler/dpaErwerbstätige mit ausländischen Wurzeln arbeiten überdurchschnittlich oft in Berufen mit Fachkräftemangel, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Weitere Zahlen und Daten zum Weltgeflüchtetentag.Rund jeder dritte Mensch in Hessen hat eine Einwanderungsgeschichte. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden zum Weltgeflüchtetentag (20. Juni) mitteilte, leben 2,1 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Hessen. 1,5 Millionen von ihnen sind den Angaben nach selbst seit 1950 nach Deutschland eingewandert. Die übrigen 558.000 Personen wurden demnach hierzulande geboren, aber beide Elternteile waren seit 1950 eingewandert. In Hessen lebten 2025 der Statistik zufolge insgesamt 6,2 Millionen Personen.Grundlage der Daten ist der Mikrozensus 2025. Die Erhebung erfasst nach Angaben des Landesamtes nicht die weiteren 365.000 in Deutschland geborenen Hessinnen und Hessen, bei denen nur einer der beiden Elternteile eingewandert war.Ein Drittel der Erwerbstätigen hat EinwanderungsgeschichteZählt man alle erwerbstätigen Personen mit Einwanderungsgeschichte in Hessen im Jahr 2025 zusammen, kommt man auf 1,1 Millionen (844.000 der ersten Generation und 234.000 der zweiten Generation), wie das Landesamt erläuterte. Das entspricht mehr als einem Drittel aller hessischen Erwerbstätigen im Jahr 2025.«Dabei war auffällig, dass Erwerbstätige mit Einwanderungsgeschichte überdurchschnittlich häufig in sogenannten Engpassberufen tätig waren», ergänzten die Statistiker. In diesen Berufen fehlten laut einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit besonders viele Fachkräfte. Dazu zählten Pflegeberufe, Berufe in der Gastronomie, im Bau und im Personen- und Güterverkehr.Von den 1,5 Millionen im Jahr 2025 in Hessen lebenden Eingewanderten der ersten Generation nannten laut Statistik knapp 35 Prozent eine Familienzusammenführung als Hauptgrund für ihre Einwanderung. Daneben war für jeweils rund ein Fünftel Arbeit/Beschäftigung (20,6 Prozent) und Flucht/Asyl (19,2 Prozent) der Hauptgrund.dpa-infocom GmbH