Die bislang ausschließlich für ihren gleichnamigen KI-Bildgenerator bekannte US-Firma Midjourney will ein komplett neues Geschäftsfeld erobern und hat dazu einen medizinischen Scanner vorgestellt, der mit herkömmlichen MRT-Scannern mithalten, aber viel niedrigschwelliger zu benutzen sein soll. Die Midjourney Scanner sollen in speziellen Spas installiert werden, das erste davon soll jetzt in San Francisco entstehen. In gerade einmal einer Minute soll ein solches Gerät per Ultraschall einen kompletten Scan eines Körpers anfertigen. Laut Midjourney gibt es keine Verbindung zwischen dem Scanner und dem hauseigenen KI-Bildgenerator, der sich vor allem am Anfang des aktuellen KI-Hypes großer Beliebtheit erfreute.

Eine Milliarde Scans pro Monat

Laut Midjourney gleicht der Scanner einer großen Röhre, in die sich die Person stellen muss. Der Boden fährt dann nach unten und schiebt sie damit durch den ringförmigen Scanner. Oder wie die Firma es ausdrückt: „Es beginnt mit einem Schritt in ein flaches Becken aus goldenem Licht, dann beginnt man herabzugleiten.“ Dabei entsteht ein vollständiger Blick auf das Körperinnere. Qualitativ soll der einem MRT-Scan gleichen, aber nur einen Bruchteil der Zeit dauern. Erklärtes Ziel ist es, für eine bessere medizinische Versorgung so viele Daten wie möglich zu sammeln: „Wir halten es für komplett möglich, dass die Welt durch ausreichende frühzeitige Bildgebung 30 % aller Todesfälle und 50 % aller Gesundheitskosten vermeiden könnte.“ Bei der Technik hat Midjourney laut The Verge mit Butterfly Network kooperiert, das 40 Ultraschall-Chip-Module pro Scanner beisteuert.