Heilen mit den Händen: Hält die Osteopathie, was sie verspricht? (Symbolbild)
Rückenschmerzen können extrem belastend sein. In Deutschland führen Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems laut dem Dachverband der Betriebskrankenkassen sogar zu den meisten Fehlzeiten im Job. Am häufigsten sind dabei Kreuzschmerzen, also Beschwerden im unteren Rücken.
Viele Betroffene setzen bei der Therapie von Hexenschuss und Co. nicht nur auf etablierte Ansätze wie Physiotherapie oder Schmerzmittel, sondern nutzen auch alternativmedizinische Methoden wie Osteopathie. Bei diesem Verfahren werden die umliegenden Muskeln, Faszien und Gelenke oft durch Handgriffe gelöst und bewegt. Ob Osteopathie jedoch tatsächlich wirksam ist, wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert .
Nun liefert ein neuer Evidenzbericht des IGeL-Monitors eine ernüchternde Zusammenfassung. Der IGeL-Monitor ist ein Gesundheitsportal des Medizinischen Dienstes des Bundes und bewertet sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) nach wissenschaftlichen Standards.
Das Fazit der Expertinnen und Experten: Aus den untersuchten Studien und wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten kann kein klarer Nutzen der Methode bei Kreuzschmerzen abgeleitet werden. Einzelne Studien zeigten zwar eine Verbesserung bei Schmerz oder Beweglichkeit – aber diese Studien waren methodisch schwach und die Ergebnisse daher wenig verlässlich.









