In Frankfurt haben in diesem Jahr 535 Kinder beim Wechsel auf die weiterführende Schule keinen Platz an ihrer Wunschschule erhalten. Wie das Staatliche Schulamt auf Anfrage mitteilt, konnten bei acht Prozent der Schüler weder Erst- noch Zweitwunsch erfüllt werden. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als der Wert noch 7,3 Prozent betrug, was 462 Kindern entsprach. Weil das Nachrückverfahren noch nicht abgeschlossen ist, können sich die diesjährigen Werte noch geringfügig ändern.Falls in Frankfurt an einer Schule die Nachfrage das Angebot an Schulplätzen überschreitet, werden die verfügbaren Plätze verlost. Das ist in zahlreichen weiterführenden Schulen der Fall. Wer nicht zum Zug kommt, muss dann eine andere Schule desselben Bildungsgangs besuchen, an der es noch freie Plätze gibt. Sie werden vom Schulamt einer Schule zugewiesen.Die Gesamtzahl der Kinder, die in diesem Jahr in Frankfurt vor dem Übergang von der vierten in die fünfte Klasse stehen, ist deutlich gestiegen. Insgesamt 6657 Kinder wechseln in die weiterführende Schule, das sind knapp 340 Kinder mehr als im Vorjahr. Der beliebteste Bildungsgang in Frankfurt bleibt das Gymnasium: Wie schon im Vorjahr, wählten auch diesmal 54 Prozent der Eltern den gymnasialen Bildungsgang für ihre Kinder. 46 Prozent der Anmeldungen entfielen auf Gesamt-, Haupt- und Realschulen.Zweistellige Anzahl von WidersprüchenWährend der Prozentsatz der „gelenkten“ Kinder an den Gymnasien mit sieben Prozent etwa dem des Vorjahres entspricht, ist er an den Haupt-, Real- und Gesamtschulen deutlich gestiegen: Neun Prozent der Schüler, die diesen Bildungsgang gewählt haben, kommen nicht an ihre Wunschschule. Im Vorjahr waren es noch 7,3 Prozent. Einige Eltern haben der Zuweisung widersprochen. Die Widersprüche liegen nach Angaben des Schulamts im zweistelligen Bereich.Um den insgesamt steigenden Bedarf an Schulplätzen zu erfüllen, wurden an acht Gymnasien zusätzliche Klassen gebildet, das sind Freiherr-vom-Stein-Schule, Gymnasium Süd, Helene-Lange-Schule, Leibniz-Schule, Liebigschule mit zwei Klassen, Neues Gymnasium, Schillerschule, Stadtgymnasium.Auch die integrierte Gesamtschule Georg-August-Zinn-Schule wird um eine Klasse erweitert.