Der New Yorker Architekt Rex H. hatte im April zugegeben, jahrzehntelang ein Doppelleben geführt zu haben: Als Familienvater sei er aus einem Vorort auf Long Island zur Arbeit in die Millionenmetropole New York City gependelt und als Architekt erfolgreich gewesen. Daneben habe er immer wieder, wenn seine Frau verreist war, Sexarbeiterinnen engagiert und diese dann erwürgt und ihre Leichen auf Long Island abgelegt.Rex H. gestand, zwischen 1993 und 2010 sieben Frauen entführt, gefoltert und getötet zu haben. Zudem räumte er die Tötung einer achten Frau ein, die ihm bis dahin nicht zur Last gelegt worden war.
Festnahme im Juli 2023Die sogenannten Gilgo-Beach-Morde hatten in den USA ab 2010 für Aufsehen gesorgt. An einer Schnellstraße nahe dem Strand an der Südküste von Long Island waren damals die sterblichen Überreste von insgesamt elf Mordopfern entdeckt worden. Dabei handelte es sich um neun Frauen, einen Mann und ein Mädchen. Die Frauen waren überwiegend als Sexarbeiterinnen tätig gewesen. Die Morde waren die Grundlage für den Film »Lost Girls« aus dem Jahr 2020.
Nach den Leichenfunden tappten die Ermittler mehr als zehn Jahre lang im Dunkeln. Im Juli 2023 wurde H. dann vor seinem Büro in Manhattan festgenommen. Die Polizei fand heraus, dass eines der Opfer in einem Fahrzeug gesehen worden war, das auf den Verdächtigen eingetragen war. Der Architekt plädierte zunächst jedoch auf nicht schuldig.











