Das Hurricane-Festival ist zur Institution geworden: Mehr als 70.000 Musikfans reisen jedes Jahr zu dem Open-Air nach Scheeßel, einer Gemeinde zwischen Bremen, Hannover und Hamburg.

Jetzt feiert eines der größten Festivals in Deutschland 30-jähriges Jubiläum. Zeit für 30 Fakten – zum Mitreden, Angeben und Feiern:

1. Schlechte Vorbilder Das Hurricane-Festival ist nicht das erste Open-Air auf dem sogenannten Eichenring. Im September 1973 traten dort Künstler wie Chuck Berry, Chicago, Jerry Lee Lewis und Lou Reed auf. Das Festival «Es rockt in der Heide» verlief jedoch alles andere als friedlich: Es gibt Berichte über Schüsse, schwere Vergiftungen und festgenommene Drogendealer.

Vier Jahre später startete mit «First Rider Open Air» ein neuer Versuch. Der Organisator soll sich verkalkuliert haben und mit der Festivalkasse abgehauen sein. Viele Künstler kamen nicht, enttäuschte Fans sollen Bühne und Musikanlage in Brand gesetzt haben. Damals entstand ein Schaden von rund 1,5 Millionen Mark. Nach den Erfahrungen entschied der damalige Bürgermeister, dass in Scheeßel kein Festival mehr stattfinden soll.

2. Alle guten Dinge sind drei Neuer Bürgermeister, neues Festival: 1997 wagte Folkert Koopmans und das Veranstaltungsunternehmen FKP Scorpio ihr Glück und das Hurricane-Festival wurde ein voller Erfolg. Schon im ersten Jahr reisten 20.000 Besucherinnen und Besucher an. Headliner waren damals Rammstein, INXS und Bad Religion.