Ati Zigi verletzt ausgewechseltAls Vorletztes starteten mit Ghana und Panama auch die beiden Underdogs aus Gruppe L hinter England und Kroatien in die WM und mussten beide direkt gewinnen, um die Chance zu wahren, vielleicht über Platz 3 ins Sechzehntelfinale zu kommen. Dafür musste Ghanas Coach Carlos Queiroz, der erst nach der Niederlage im Testspiel in Stuttgart gegen Deutschland (1:2) auf Otto Addo folgte, auf einige wichtige Namen verzichten. Kudus wurde verletzungsbedingt nicht nominiert und Thomas durfte nicht nach Kanada einreisen, weil er sich in London noch wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten muss. Daher ruhten alle Hoffnungen auf ManCitys Semenyo. Außerdem startete mit Wolfsburgs Adjetey ein aktueller Spieler aus der Bundesliga.Bei Panama war hingegen Coach Thomas Christiansen der wohl bekannteste Name in Deutschland, wurde der mittlerweile 53-Jährige doch 2002/03 im Trikot des VfL Bochum gemeinsam mit Giovane Elber Torschützenkönig der Bundesliga. Bei seiner ersten WM-Teilnahme an der Seitenlinie ließ er mit Andrade zudem einen ehemaligen Bundesligaspieler (Arminia Bielefeld) auflaufen. Bekanntester Name war derweil Besiktas' Murillo auf der rechten Schiene.Panama beginnt starkPanama startete mit deutlich mehr Engagement in dieses Duell, während Ghana den Start zunächst komplett verschlief. Bereits in der 2. Minute hatte Waterman für die Canaleros die erste dicke Möglichkeit, aber Ati Zigi kratzte die Kugel per Flugeinlage noch aus dem Eck. Und auch in der Folge blieb die Christiansen-Elf das bessere Team, machte über die Flügel von Murillo und Blackman ordentlich Dampf, ohne aber noch mal wirklich für Gefahr zu sorgen.Einen kleinen Aufreger gab es dann erst wieder in Minute 34, als ein langer Ball von Andrade Martinez fand, der dann aber im Sechzehner zu Boden ging. Doch für Schiri Glenn Nyberg war das Einsteigen von Opoku zu wenig und es gab keinen Elfmeter. Die letzte Chance im ersten Durchgang einer zwar schwungvollen, aber ereignisarmen Partie hatte dann erneut Panama. Nach einer Faustabwehr von Ati Zigi kam Ramos im Rückraum an den Ball, jagte die Kugel aber knapp über das Tor (38.).Ghana ganz spätHälfte zwei, in der der starke Keeper Ati Zigi verletzungsbedingt in der Kabine bleiben musste, hatte dann schon deutlich mehr zu bieten, auch, weil Ghana jetzt aufgewacht war. Mehrmals war es Adjetey, der nach Standards gefährlich wurde (48., 73.), die beste Möglichkeit hatte aber Ayew, der in der 65. Minute frei vor dem Tor noch entscheidend gestört wurde.Panama hingegen konnte nicht an den ersten Durchgang anknüpfen und zeigte nur selten noch Offensivdrang. Martinez traf zumindest noch das Außennetz (60.) und Ramos jagte einen Ball knapp über die Querlatte (67.). Auch wenn in der Folge aber beide Teams noch mal alles für den Sieg hineinwarfen, sollte es bis tief in die am Ende elfminütige Nachspielzeit dauern, ehe Ghana das Stadion in Toronto zum Beben brachte.Der eingewechselte Thomas-Asante konnte links kontern und spielte dann frei stehend im Sechzehner quer auf Yirenkyi, der nur noch einschieben musste (90.+5). So stachen die Black Stars Panama direkt ins Herz und verhinderten deren ersten Zähler bei einer WM, während Ghana selbst drei ganz wichtige Punkte im Rennen um die Qualifikation für die K.-o.-Runde einsackte.Nun geht es für Ghana am kommenden Dienstag in Boston (22 Uhr) gegen Titel-Mitfavorit England weiter. Panama trifft wenige Stunden später (1 Uhr) am Mittwoch erneut in Toronto auf Kroatien.
Yirenkyi mitten ins Herz: Ghana verhindert ersten WM-Punkt von Panama
Ati Zigi verletzt ausgewechseltAls Vorletztes starteten mit Ghana und Panama auch die beiden Underdogs aus Gruppe L hinter England und Kroatien in die WM und mussten beide direkt gewinnen, um die Chance zu wahren, vielleicht über Platz 3 ins Sechzehntelfinale zu kommen. Dafür musste Ghanas Coach Carlos Queiroz, der erst nach der Niederlage im Testspiel in Stuttgart gegen Deutschland (1:2) auf Otto Addo folgte, auf einige wichtige Namen verzichten. Kudus wurde verletzungsbedingt nicht nominiert und Thomas durfte nicht nach Kanada einreisen, weil er sich in London noch wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten muss. Daher ruhten alle Hoffnungen auf ManCitys Semenyo. Außerdem startete mit Wolfsburgs Adjetey ein aktueller Spieler aus der Bundesliga.Bei Panama war hingegen Coach Thomas Christiansen der wohl bekannteste Name in Deutschland, wurde der mittlerweile 53-Jährige doch 2002/03 im Trikot des VfL Bochum gemeinsam mit Giovane Elber Torschützenkönig der Bundesliga. Bei seiner ersten WM-Teilnahme an der Seitenlinie ließ er mit Andrade zudem einen ehemaligen Bundesligaspieler (Arminia Bielefeld) auflaufen. Bekanntester Name war derweil Besiktas' Murillo auf der rechten Schiene.Panama beginnt starkPanama startete mit deutlich mehr Engagement in dieses Duell, während Ghana den Start zunächst komplett verschlief. Bereits in der 2. Minute hatte Waterman für die Canaleros die erste dicke Möglichkeit, aber Ati Zigi kratzte die Kugel per Flugeinlage noch aus dem Eck. Und auch in der Folge blieb die Christiansen-Elf das bessere Team, machte über die Flügel von Murillo und Blackman ordentlich Dampf, ohne aber noch mal wirklich für Gefahr zu sorgen.Einen kleinen Aufreger gab es dann erst wieder in Minute 34, als ein langer Ball von Andrade Martinez fand, der dann aber im Sechzehner zu Boden ging. Doch für Schiri Glenn Nyberg war das Einsteigen von Opoku zu wenig und es gab keinen Elfmeter. Die letzte Chance im ersten Durchgang einer zwar schwungvollen, aber ereignisarmen Partie hatte dann erneut Panama. Nach einer Faustabwehr von Ati Zigi kam Ramos im Rückraum an den Ball, jagte die Kugel aber knapp über das Tor (38.).Ghana ganz spätHälfte zwei, in der der starke Keeper Ati Zigi verletzungsbedingt in der Kabine bleiben musste, hatte dann schon deutlich mehr zu bieten, auch, weil Ghana jetzt aufgewacht war. Mehrmals war es Adjetey, der nach Standards gefährlich wurde (48., 73.), die beste Möglichkeit hatte aber Ayew, der in der 65. Minute frei vor dem Tor noch entscheidend gestört wurde.Panama hingegen konnte nicht an den ersten Durchgang anknüpfen und zeigte nur selten noch Offensivdrang. Martinez traf zumindest noch das Außennetz (60.) und Ramos jagte einen Ball knapp über die Querlatte (67.). Auch wenn in der Folge aber beide Teams noch mal alles für den Sieg hineinwarfen, sollte es bis tief in die am Ende elfminütige Nachspielzeit dauern, ehe Ghana das Stadion in Toronto zum Beben brachte.Der eingewechselte Thomas-Asante konnte links kontern und spielte dann frei stehend im Sechzehner quer auf Yirenkyi, der nur noch einschieben musste (90.+5). So stachen die Black Stars Panama direkt ins Herz und verhinderten deren ersten Zähler bei einer WM, während Ghana selbst drei ganz wichtige Punkte im Rennen um die Qualifikation für die K.-o.-Runde einsackte.Nun geht es für Ghana am kommenden Dienstag in Boston (22 Uhr) gegen Titel-Mitfavorit England weiter. Panama trifft wenige Stunden später (1 Uhr) am Mittwoch erneut in Toronto auf Kroatien.










