Apple plant Preiserhöhungen aufgrund gestiegener ChipkostenAngesichts gestiegener Kosten für Speicherchips plant Apple Preiserhöhungen für seine Produkte. „Leider sind Preiserhöhungen unvermeidbar“, sagte Konzernchef Tim Cook der Zeitung „Wall Street Journal“ in einem Interview. Das Unternehmen tue sein Bestes, um die enormen Kostensteigerungen abzufedern und die Kunden zu schützen. „Doch die Situation ist nicht mehr tragbar.“ Wann und in welchem Maße die Preise steigen sollen und welche Produkte betroffen sind, ließ Cook offen.Hintergrund ist die rasant steigende Nachfrage nach Chips für Rechenzentren im Zuge des Booms rund um Künstliche Intelligenz (KI), was zu einem harten Wettbewerb um die knappen Bauteile führt. Cook wird im September die Führung des iPhone-Herstellers an John Ternus übergeben. Eine Stellungnahme von Apple auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters lag zunächst nicht vor.Philipp von ReinersdorffBosch zahlt Millionenstrafe in den USA wegen Lieferungen an HuaweiBosch zahlt wegen Lieferungen an den chinesischen Technologiekonzern Huawei eine Millionenstrafe an die USA. Das Stuttgarter Unternehmen habe sich zur Zahlung von 36 Millionen Dollar bereit erklärt, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch mit. Zwei ausländische Tochtergesellschaften von Bosch sollen zwischen 2020 und 2024 in mehr als 100 Fällen Sensoren und Software für Mobiltelefone im Wert von über 70 Millionen Dollar ohne die erforderliche Lizenz an Huawei geliefert haben. Der chinesische Konzern steht auf einer schwarzen Liste der USA. Daher ist für den Export bestimmter Produkte, die auf US-Technologie basieren, eine Genehmigung notwendig.Die Verstöße seien unbeabsichtigt gewesen, erklärte Bosch. Das US-Justizministerium stellte seine Ermittlungen ein und verzichtete auf eine Strafverfolgung, da Bosch das Fehlverhalten selbst offengelegt hatte. Dies zeige die klaren Vorteile für Unternehmen, die potenzielle Verstöße umgehend meldeten und die Ermittlungen voll unterstützten, erklärte der für nationale Sicherheit zuständige stellvertretende US-Justizminister John A. Eisenberg. Bosch stimmte zudem zu, die Gewinne aus den Geschäften an das Justizministerium abzuführen. Diese Zahlung wird auf den Vergleich mit dem Handelsministerium angerechnet. Der Technologiekonzern, der im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 90 Milliarden Dollar erwirtschaftete, hat nach eigenen Angaben sein Compliance-Programm überarbeitet, um künftige Verstöße zu verhindern.Neues Verfahren um Mogelvorwurf gegen Milka-PackungDas Verfahren um die Milka-Schokoladentafel wird neu verhandelt. Der Hersteller Mondelez legte Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Bremen ein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Zuerst hatte die „Lebensmittelzeitung“ berichtet. Nun wird sich das Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen mit der Frage beschäftigen, ob es sich bei der Tafel um eine Mogelpackung handelt oder nicht.Viele Milka-Tafeln wiegen nur noch 90 statt 100 Gramm, an der Verpackung hat sich jedoch kaum was geändert. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert, dass Kunden in die Irre geführt werden und klagte wegen unlauteren Wettbewerbs. Der Hersteller Mondelez mit Sitz in Bremen wehrt sich: Die neue Grammangabe stehe auf der Vorder- und Rückseite der Schokoladentafel. Das Landgericht jedoch gab der Verbraucherzentrale recht. Mondelez geht gegen die Entscheidung vor. Wann das neue Verfahren vor dem Oberlandesgericht beginnt, ist noch unklar.Snapchat-Unternehmen bringt Brillen mit Minidisplay auf den MarktDie Macher der Foto- und Video-App Snapchat gehen unter die Vorreiter bei Brillen, die digitale Informationen einblenden können. Das Betreiberunternehmen Snap startete Vorbestellungen für das Gerät mit dem Namen Specs. Die Brillen mit sogenannter erweiterter Realität („Augmented Reality“, AR) sollen voraussichtlich im Herbst in den USA, Großbritannien und Frankreich auf den Markt kommen. Den Preis setzte Snap mit 2195 Dollar in den USA und 2295 Euro in Frankreich an.Die etwas klobig wirkenden Brillen sollen ins Blickfeld der Träger zum Beispiel Routenanweisungen und dazu eine Minikarte einblenden können. Beim Blick auf einen Automotor könnten sie etwa auf Nachfrage markieren, wo Kühlflüssigkeit reingehört. Die Daten werden als Hologramme in einen Teil des Blickfelds eingeblendet. Steuern kann man die Anzeige mit Fingerbewegungen, welche die Kamera der Brille erkennt. Die Batterie soll bis zu vier Stunden halten – und mit dem Nachladen in der Brillenhülle bis zu 20 Stunden. Es gibt Modelle in zwei Größen, von denen das leichtere 132 Gramm wiegt. Moderna hat Interesse an Biontech-Werken in DeutschlandDer US-Biotechkonzern Moderna zieht die Übernahme von Produktionsstätten seines deutschen Konkurrenten Biontech in Betracht. „Wenn wir die richtige Partnerschaft mit der deutschen Bundesregierung finden würden, wären diese Anlagen eine interessante Option – im Vergleich zu einem Neubau“, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel dem „Handelsblatt“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Auch die Weiterbeschäftigung von Biontech-Mitarbeitern, die von den Werkschließungen betroffen sind, sei in diesem Fall eingeplant. Bancel betonte, er führe derzeit Gespräche mit der Regierung über eine langfristige Zusammenarbeit, ähnlich wie sie Moderna schon in Großbritannien und Kanada eingegangen sei: „Es ist kein Zufall, dass ich aktuell in Berlin bin. Ich möchte wirklich investieren.“Biontech hatte im Mai angekündigt, wegen der deutlich zurückgegangenen Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen mehrere Standorte zu schließen, darunter die Werke in Marburg und Idar-Oberstein sowie die Standorte des übernommenen Tübinger Rivalen Curevac. Bis zu 1860 Stellen könnten gestrichen werden. Während sich das Mainzer Unternehmen künftig auf die Krebsforschung spezialisieren will, setzt Moderna weiterhin auch auf das Geschäft mit Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Vor einem Investitionsbeschluss drängte Bancel jedoch auf bessere Rahmenbedingungen und Planungssicherheit in Deutschland.Der Moderna-Chef übte Kritik an den Plänen der Bundesregierung, die Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung durch strengere Preisregeln und höhere Herstellerrabatte zu verringern. Diese Unsicherheit gefährde Investitionen. Sollte es zu keiner Einigung mit Berlin kommen, werde er sich nach Alternativen in Europa umsehen. Es sei ein massives Souveränitätsproblem, wenn es bald keine Produktionskapazitäten für die mRNA-Technologie mehr in Deutschland und Europa gebe. Verkehrswegespezialist Kapsch mit UmsatzknickDer börsennotierte Wiener Mautsystemspezialist Kapsch TrafficCom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) mit einem scharfen Umsatzknick bilanziert. Die Verkaufserlöse schrumpften von rund 530 Millionen auf 431 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Operativ wurden acht Millionen Euro verdient – nach 12,6 Millionen im Jahr davor. Hauptgrund für die Erlösdelle war den Angaben zufolge der Wegfall von zwei Betriebsprojekten. In der südafrikanischen Provinz Gauteng endete der Betrieb des Mautsystems mit März 2025, in Belarus hatte das Unternehmen die Mehrheit an der dortigen Betriebsgesellschaft, die das landesweite Mautsystem betreibt, abgegeben. Zusätzlich belasteten eine unerwartete Schwäche des globalen Mautmarktes sowie kundenverursachte Projektverzögerungen das Ergebnis.Positiv wirkte sich eine Einigung mit der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit Entschädigung für Ausfall und Kündigung der Verträge zur geplanten Pkw-Maut aus, die im ersten Quartal des Berichtszeitraumes zu einem Ergebniseffekt von 23 Millionen Euro führte. In Nordamerika bestätigte sich die Ertragswende, die sich den Angaben zufolge sowohl in höheren Ergebnisbeiträgen als auch in neuen Aufträgen niederschlug.Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ertrag eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Kapsch TrafficCom beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2700 Mitarbeiter und ist in mehr als 25 Ländern tätig. Ravensburger übernimmt Mehrheit bei Plüschtierfirma SteiffDer Spielehersteller Ravensburger erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der Plüschtierfirma Steiff. Die Erben der Firmengründerin Margarete Steiff bleiben aber wesentlich beteiligt, wie beide Unternehmen gemeinsam mitteilten.Französischer Inlandsgeheimdienst beendet Zusammenarbeit mit US-Unternehmen Palantir Der französische Inlandsgeheimdienst DGSI will seine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Tech-Unternehmen Palantir beenden. „Wir können im digitalen Bereich keine neuen strategischen Abhängigkeiten akzeptieren“, sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Lecornu kündigte an, dass Frankreich stattdessen 655 Millionen Euro in eine eigene Infrastruktur für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) investieren werde, konkret in „Forschung, Unternehmen und Industriezweige“. Frankreich dürfe nicht vom „guten Willen bestimmter Partner“ abhängen, die in der Lage seien, den Zugang zu KI-Anwendungen zu sperren, sagte Lecornu. Ziel müsse es stattdessen sein, „echte Autonomie aufzubauen“, fügte er hinzu. Die Entscheidung des Geheimdienstes erfolgte kurz nach einer Anordnung der US-Regierung an das US-Unternehmen Anthropic, den Zugang zu deren beiden leistungsstarken KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 für Nicht-US-Bürger zu blockieren. Anthropic hatte sich daraufhin dazu entschieden, den Zugang für alle Nutzer zu unterbinden. Die Sperrung hatte in Frankreich Forderungen nach größerer Unabhängigkeit von den USA bei der KI-Entwicklung ausgelöst. Neue Abrechnungsmethode bei Microsoft: KI-Agent Copilot Cowork kostet pro AnwendungDer US-Technologiekonzern Microsoft bittet Nutzerinnen und Nutzer seines neuen KI-Agenten Copilot Cowork für jede Anwendung zur Kasse: Mit dem Start von Copilot Cowork am Dienstag führt Microsoft die neue Abrechnungsmethode ein, wie das Unternehmen mitteilte. Der Preis hängt demnach von der Rechenleistung ab, die der KI-Agent für eine Aufgabe benötigt.Microsoft 365 Copilot Cowork kann nach Angaben des Unternehmens Aufgaben im Namen des Nutzers ausführen: „Sie beschreiben, was Sie benötigen, und Cowork sendet E-Mails, plant Besprechungen, erstellt Dokumente, Beiträge in Teams und verwaltet Ihren Kalender.“ Nötig ist als Grundvoraussetzung ein Abo, dazu kommen aber dann die Kosten pro Anwendung. Es werde „so sein, als würde man an der Tankstelle tanken“, sagte Microsoft-Manager Charles Lamanna der Nachrichtenagentur AFP. Verschiedene Nutzer würden sehr unterschiedliche Mengen an Rechenleistung verbrauchen. Microsoft kündigte zudem ein „deutlich günstigeres“ Modell namens Cowork 1 für „Alltagsaufgaben“ an. Batteriebranche warnt vor hoher China-AbhängigkeitTrotz einer Rekordproduktion im vergangenen Jahr warnt die deutsche Batterieindustrie vor einer wachsenden Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten, insbesondere aus China. Der Branchenverband ZVEI sieht trotz der finanziellen und technischen Überlegenheit chinesischer Hersteller aber Chancen für europäische Anbieter. Aber um das Ziel der Europäischen Union zu erreichen, 40 Prozent des Bedarfs an Batteriezellen in Europa bis 2030 lokal zu produzieren, müssten rasch die Weichen neu gestellt werden, forderte der Chef des Fachverbands, Christian Rosenkranz, am Dienstag. Der Verband fordert etwa niedrigere Strompreise, weniger Bürokratie und mehr Subventionen an den richtigen Stellen des Ökosystems Batterie.Bisher werden dem ZVEI zufolge 15 bis 20 Prozent des Bedarfs an Batteriezellen in Europa hergestellt, dabei sind die Fabriken chinesischer Hersteller wie CATL in Deutschland eingerechnet. Deutsche Anbieter sind weniger in der Zellfertigung als in der Montage der Batterien engagiert. Hierzulande stieg die Produktion von Batterien 2025 um elf Prozent auf den Höchstwert von 8,1 Milliarden Euro. Der Hochlauf von Elektroautos, die wieder staatlich gefördert werden, und von Batteriespeichern sorgte für steigende Nachfrage.Insgesamt importierte Deutschland 2025 Batterien im Wert von 22 Milliarden Euro. Hauptlieferant für den deutschen Markt bleibt mit einem Anteil von 60 Prozent China. Die Importe von dort stiegen um 25 Prozent auf rund elf Milliarden Euro. Es gebe damit eine hohe Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten, erklärte ZVEI-Geschäftsführer Gunther Kellermann. „Wenn diese unterbrochen werden oder einzelne Regionen ihre Exporte kurzfristig komplett einstellen, wird klar, wie verletzlich wir sind, insbesondere in kritischen Sektoren wie der Verteidigung oder bei Rechenzentren“, warnte er.In der Europäischen Union (EU) sei die staatliche Förderung, zum Beispiel mit sechs Milliarden Euro im Förderprogramm für industrielle Großprojekte IPCEI, zu niedrig, um die Risiken privater Investoren genügend zu begrenzen. Viele angekündigte Gigafabriken für Batteriezellen zerschlugen sich. „In Europa wurde viel angeschoben, aber dann ist die Luft ausgegangen“, sagte Kellermann. Gescheitert seien die Hersteller oft, wenn es um den Hochlauf der Produktion ging, der neben technischen Know-How hohe Investitionen bei zu unsicheren Aussichten erforderte. Als Lehre daraus sollte künftig nicht nur der Aufbau einer Fabrik, sondern auch der Anlauf über mehrere Jahre staatlich gefördert werden – nach dem Vorbild der USA. Spritpreise nähern sich dem VorkriegsniveauDie Spritpreise sinken nach der Einigung zum Irankrieg und nähern sich langsam wieder den Werten vor Kriegsbeginn an. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,816 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren zwar nur 1,3 Cent weniger als am Vortag, es war aber bereits der siebte Tag mit Rückgängen in Folge. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 0,9 Cent auf 1,868 Euro. Damit war Diesel am Montag nur noch 7 Cent pro Liter teurer als am letzten Tag vor Kriegsbeginn, E10 um 9 Cent. Auf eine Tankfüllung von 50 Litern sind das 3,50 beziehungsweise 4,50 Euro. In der Spitze hatte Diesel sich in der Krise um mehr als 70 Cent pro Liter verteuert, E10 um mehr als 40 Cent. Zudem deuten auch die Zahlen vom Dienstagmorgen auf weiter sinkende Preise hin: Um 8.45 Uhr kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 1,764 Euro - 2,1 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Vortag. Ein Liter E10 kostete 1,826 Euro - 1,6 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Die Momentaufnahme vom Dienstag ist zwar ein Indiz für die weitere Preisentwicklung, der Tagesdurchschnitt kann aber deutlich von ihr abweichen. Seit Einführung der 12-Uhr-Regel ist Sprit am Morgen und Vormittag typischerweise eher billig. Mittags machen die Preise dann einen starken Sprung nach oben und werden im Verlauf des Nachmittags wieder günstiger. Zuletzt sind die Ölpreise deutlich gesunken - auch weil die Zeichen im Nahen Osten auf Entspannung stehen. Der ADAC hatte allerdings moniert, dass dies nur langsam bei den Verbrauchern ankomme.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Business-Liveticker: Apple plant Preiserhöhungen für seine Produkte | FAZ
Bosch zahlt Millionenstrafe in den USA +++ Milka legt Berufung gegen Mogelpackung-Urteil ein +++ BMW kappt Prognose deutlich und geht auf Sparkurs +++ KI-Agent Copilot Cowork kostet jetzt pro Anwendung +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.










