Seit Monaten herrscht bei Hertha BSC Unsicherheit über die Zukunft der Mehrheitsanteile an der ausgegliederten Profiabteilung, der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Rund 78,8 Prozent hält derzeit die US-Versicherungsgruppe A-Cap – doch das Unternehmen strebt schon länger einen Verkauf an. Nun könnte Bewegung in die festgefahrene Situation kommen: Als potenzieller Käufer wird der frühere US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy (68), gehandelt, der inzwischen eine eigene Investmentfirma betreibt.Die Bild brachte den Namen Murphy am Mittwoch ins Spiel – und damit die Hoffnung auf Stabilität beim Hauptstadtklub. Denn die Eigentümerfrage belastet Hertha seit Jahren. Ausgangspunkt ist der Einstieg des umstrittenen Investors Lars Windhorst im Jahr 2019. In nur drei Jahren investierte er rund 374 Millionen Euro, die jedoch größtenteils in teure Transfers und hohe Gehälter flossen. Sportlicher Erfolg blieb aus, stattdessen eskalierten interne Konflikte.