Der jüngst von Innenminister Christian Pegel (SPD) und Verfassungsschutzchef Thomas Krense präsentierte Verfassungsschutzbericht 2025 lässt sich schnell zusammenfassen: Aktuell gibt es in Mecklenburg-Vorpommern eine hohe Bedrohungslage in allen Phänomenbereichen, angeführt vom Rechtsextremismus, der laut Verfassungsschutz weiterhin die größte Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung bleibt.
Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist nicht nur die Erkenntnis, dass die Zahl der Rechtsextremisten innerhalb eines Jahres von 1.950 auf 2.030 Personen stieg und politisch motivierte Kriminalität in absoluten Zahlen (2.882 im Jahr 2025) überwiegend von „rechts“ begangen wird. Es ist vor allem der Fakt, dass extremistische Gruppen aller Richtungen digitale Plattformen immer professioneller nutzen und immer mehr junge Menschen dazukommen. Viele von ihnen stammen aus einem bislang locker organisierten Umfeld und rutschen schrittweise in extremistische Strukturen ab.
Die zunehmende Radikalisierung im Internet, die bis in den Schulalltag hineinwirkt, betrachtet der Innenminister mit großer Sorge. Dadurch stehen Lehrkräfte und Schulen vor immer größeren Herausforderungen, wenn es darum geht, extremistischen Tendenzen frühzeitig zu begegnen.






